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Tierschutz

Aktivisten entstellen Tierfiguren aus Heuballen

Mit Kunstblut übergossene Schweineskulptur
am Dienstag, 06.10.2020 - 11:15 (2 Kommentare)

Aktivisten aus der Tierbefreiungsbewegung haben in der Nacht von Sonntag auf Montag im Münsterland von Landwirten aufgebaute Tierfiguren aus Heuballen entstellt.

Aus Anlass des Welttierschutztages am 4. Oktober übergossen die Aktivisten die Figuren mit Kunstblut und überschrieben auf Bannern aufgebrachte Botschaften. In einer Pressemitteilung teilt der Verein „die tierbefreier“ mit, dass die Aktion der „vollumfänglichen Befreiung aller Tiere aus menschlichen Machtverhältnissen“ diene.

Schweineskulpturen verunstaltet

In den Hals einer Schweineskulptur steckten die Aktivisten ein nachgebildetes Messer und übergossen die Figur mit Kunstblut. Den Spruch „Wir denken in Generationen, nicht in Wahlperioden – Eure Landwirte von nebenan“ auf einem Banner neben der Skulptur überschrieben die Aktivisten in „Landwirtschaft, die Leiden schafft – Eure Bauern“.

Um eine weitere Schweinefigur errichteten die Tierschützer einen 2x3 Meter großen Kastenstand. Wie auch bei der ersten Figur wurde ihr ein leidvoller Gesichtsausdruck verliehen. Darüber hinaus wurde die Banneraufschrift in „Wir denken an Profite, nicht an Tierschutz – Eure Bauern“ verwandelt.

Der Banner neben einer dritten Schweineskulptur wurde unkenntlich gemacht und durch den Spruch „Unser einziges glückliches Schwein ist aus Heu und Plastik – Eure Bauern“ ersetzt.

Bei zwei der drei Figuren wurde der modellierte Schwanz abgetrennt. Die mit einer rosanen Folie überzogenen Ringelschwanz-Nachbildungen wurden am Eingang der Firmenzentrale von Westfleisch in Münster platziert und mit Kunstblut übergossen.

Außerdem entstellten die Aktivisten das Gesicht einer Milchviehfigur und änderten den von Landwirten daneben aufgestellten Banner mit der Aufschrift „Wir brauchen Euch, Ihr braucht uns – Eure Bauern“ in „Kälberklau und Milchstau – Eure Bauern“.

Tierschützer werden ihre Aktionen fortsetzen

In ihrer Pressmitteilung kündigt der Verein „die tierbefreier“ an, derartige Werbeaktionen von Landwirten auch künftig zu manipulieren: „Solange es beschönigende und heuchlerische Strohballengeschöpfe gibt, werden wir sie mit Kunstblut übergießen“, so die Organisation.

Der Tierschutz solle nach Ansicht des Vereins bei Haus- und Nutztieren gleichermaßen ausgeübt werden. Ein Bauernhof sei nach Auffassung der Bewegung jedoch „keine Idylle für Tiere, sondern ein Ort der Gewalt“.

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