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Antibiotika-Datenbank für Schweinemast gestartet

von , am
07.09.2012

Berlin - Im Rahmen der QS Qualität und Sicherheit GmbH startete Anfang September die systematiche Erfassung der Antibiotikaverschreibungen in Schweinmastbetrieben.

Rund 1.619 Tonnen Antibiotika wurden 2012 an Tierärzte in Deutschland abgegeben. © Michael Tieck/fotolia.de
Zum 1. September 2012 ist das Antibiotika-Monitoring in Schweinemastbetrieben im Rahmen der QS Qualität und Sicherheit GmbH gestartet. Damit wird ein weiterer Schritt in Sachen Transparenz bei der Verschreibung und Anwendung von Antibiotika in der Nutztierhaltung getan, stellte der Deutsche Bauernverband (DBV) fest.

Zentrale Datenbank erfasst Antibiotikaverschreibungen

Mit der systematischen Erfassung der Antibiotikaverschreibungen in einer zentralen Datenbank schaffe die Wirtschaft damit die Basis für eine solide überbetriebliche Datengrundlage, betonte der DBV. Diese gebe allen Beteiligten die Möglichkeit zu erkennen, wie sich die Ist-Situation beim Antibiotikaverbrauch insgesamt darstelle und wo nach Ansicht von Experten aus Wissenschaft und Praxis Handlungsbedarf bestehe. Die angestrebte Reduzierung auf Ebene der einzelnen Betriebe könne dann gezielt vorangebracht werden.

Flächendeckende Auswertung ist nun möglich

Die Leitfäden für das Antibiotika-Monitoring regeln die Erfassung der Verschreibungen von Antibiotika durch die Tierärzte. Aufgrund der zahlreichen Systempartner innerhalb der QS-Gesellschaft können jetzt ca. 90 Prozent des deutschen Geflügel- und Schweinefleisches über die errichtete Datenbank hinsichtlich des Antibiotika-Einsatzes ausgewertet werden. Damit stellen sich Landwirte und Tierärzte ihrer Verantwortung und leisten auch einen Beitrag zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen, stellten DBV und bpt fest.
 
Bereits zum 1. April 2012 ist das Antibiotika-Monitoring in der Geflügelmast von der Geflügelwirtschaft im Rahmen von QS umgesetzt worden. Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) sieht die QS-Datenbank als richtige und geeignete Entwicklung im Hinblick auf die aktuelle Antibiotika-Debatte.
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