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Tierseuche

ASP: Belgien lockert Sicherheitsmaßnahmen

Wildschweine
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
15.10.2018

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Belgien lockert das Land nun die Sicherheitsmaßnahmen gegen die Seuche. Gleichzeitig werden die Maßnahmen in Frankreich an der französisch-belgischen Grenze verschärft.

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Belgien die Sicherheitsmaßnahmen gelockert. Das Sperrgebiet im Süden des Landes wurde nach Angaben des wallonischen Landwirtschaftsministeriums in drei Zonen geteilt. Hier sind die Auflagen unterschiedlich streng. Seit Ausbruch der ASP in Belgien vor einem Monat sind bisher 79 infizierte Wildschweinkadaver gefunden worden. Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, ließ das nationale Landwirtschaftsministerium 4.000 Hausschweine in der betroffenen Region töten.

Nach dem erstmaligen Ausbruch der Seuche in Belgien und damit auch in Westeuropa am 13. September richteten die Behörden ein 63.000 ha großes Sperrgebiet in der belgischen Region Luxemburg ein. Nun hat dieses Sperrgebiet drei Zonen. Im rund 12.5000 ha großen Kern sind die Auflagen wie Fütter- und Jagdverbot sowie Bewegungs- und Bewirtschaftungsverbot am strengsten. Zudem wird dort aktiv nach verendeten Wildschweinen gesucht, deren Kadaver auf das ASP-Virus untersucht werden. Das Betreten und die Bewirtschaftung der äußersten Zone ist nach Genehmigung zumindest tagsüber erlaubt. Die Maßnahmen wurden nach Angeben des Ministeriums in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission erstellt und gelten vorerst bis zum 14. November 2018.

Frankreich verschärft Sicherheitsmaßnahmen gegen ASP

Gleichzeitig verschärft Belgiens Nachbarland Frankreich die Präventionsmaßnahmen gegen das Einschleppen der ASP. Die Jagd in insgesamt 134 Gemeinden in den Departements Ardennen, Meuse, Meurthe und Moselle mit besonderen Beobachtungszonen an der Grenze zu Belgien wurde verboten. Das teilte das Pariser Landwirtschaftsministerium vergangene Woche mit. Zusätzlich werden die Biosicherheitsmaßnahmen in den normalen Beobachtungszonen, die an diese Departements angrenzen, verschärft. Hier müssen alle Transportfahrzeuge für Schweine komplett gereinigt und desinfiziert werden. Freilandhaltungen von Schweinen müssen zum Schutz vor der Seuche doppelt eingezäunt werden.

Neben diesen Biosicherheitsmaßnahmen soll mit dem Bau eines ASP-Schutzzauns an der französisch-belgischen Grenze begonnen werden. Zusätzlich wurden in 41 Gemeinden der Zugang zu den Wäldern verboten.

Mit Material von dpa/fleischwirtschaft.de

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