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Schweinepest

ASP: Belgische Schweinehalter erhalten 1 Mio. Euro Entschädigung

Schwein
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
19.10.2018

Die belgischen Schweinehalter, deren Tiere wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorsorglich gekeult werden mussten, bekommen bis zu 1 Mio. Euro Entschädigung.

Nachdem Belgien die Sicherheitsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gelockert hat, will das Land seine Schweinehalter entlasten. Diejenigen Landwirte, deren Tiere wegen der ASP-Krise vorsorglich gekeult werden mussten, können mit Entschädigungen von insgesamt 800.000 Euro bis zu 1 Mio. Euro rechnen. Das gab Belgiens Landwirtschaftsminister, Denis Ducarme, diese Woche bekannt.

Das Geld solle noch vor Weihnachten ausbezahlt werden, so der Ressortchef. Die Hälfte der geplanten Ausgleichszahlungen werde die Europäische Union finanzieren. Die Zahl der vorsorglich getöteten Schweine betrug rund 6.000.

Umsatzverlust wegen ASP in Belgien: 8 Euro pro Schwein

Der Flämische Schweinehalterverband (VPOV) begrüßte den Beschluss des belgischen Landwirtschaftsministeriums. Laut Verband lägen die durchschnittlichen Umsatzeinbußen seiner Mitglieder seit der ASP-Krise bei 8 Euro je Schwein.

Für einen Landwirt, der wöchentlich 150 Schweine an den Schlachthof liefere, entspreche dies einem monatlichen Erlösminus von 4800 Euro. Um eine Preiserholung in Gang zu setzen, empfahl der VPOV den Schweinehaltern, leichtere Schlachttiere abzugeben.

Ziel: Einfuhrembargos für belgisches Schweinefleisch aufheben

Der Preisdruck am Schlachtschweinemarkt ergab sich auch durch die ASP-bedingten Einfuhrembargos von 16 Ländern für belgisches Schweinefleisch. Mittlerweile haben Malaysia und Indien ihre Grenzen wieder geöffnet.

Joris Coenen, von der flämischen Absatzförderungsorganisation Belgian Meat Office (BMO), äußerte die Hoffnung, dass weitere Länder das Embargo auflösen. Vor allem China, Südkorea und die Philippinen seien wichtig. Dorthin gingen etwa 60 Prozent der belgischen Drittlandexporte an Schweinefleisch.

Belgische Schweinefleischexporte rückläufig

Allerdings haben sich die Schweinefleischexporte in Nicht-EU-Länder in der ersten Jahreshälfte 2018 rückläufig entwickelt: Das BMO bezifferte die Ausfuhrmenge auf 41450 Tonnen, was einem Minus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Schweinefleischausfuhren insgesamt konnten die Belgier jedoch steigern, und zwar um 5,2 Prozent auf 405460 Tonnen. Wichtigster Kunde war Deutschland mit 121120 Tonnen. Das ist ein Minus von 5,2 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2017.

Mit Material von Age

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