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Tierseuche

ASP: Bund und Länder proben den Krisenfall

Wildschwein im Wald
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
17.11.2017

Mit einer Übung bereiten sich Bund und Länder auf einen möglichen ASP-Ausbruch vor.

Bund und Länder proben ab Dienstag mit einer gemeinsamen Übung den Krisenfall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland. Mit jedem neuen Fall der Seuche bei Wild-und Hausschweinen in den baltischen Staaten und in Polen steigt der Infektionsdruck. Ein Ausbruch in Deutschland kann daher nicht ausgeschlossen werden. Die mehrtägige Krisenübung unter Leitung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) soll Bund und Länder auf das mögliche Einschleppen der Seuche vorbereiten. Dabei soll der Austausch zwischen Bund und Ländern über tierseuchenrelevante Daten verbessert werden.

Gefährdete Bezirke müssen festgelegt werden

Geprobt wird das Verfassen eines Berichtes für den Ausbruch der ASP bei Wildschweinen. Hierfür legen die Länder in der nächsten Woche einen Fundort für ein infiziertes Wildschwein fest. Anschließend müssen der erforderliche gefährdete Bezirk sowie die Pufferzone um diese Stelle geplant werden und tierseuchen- sowie jagdrechtliche Maßnahmen ergriffen werden.

Die Restriktionsgebiete sind beim Seuchenausbruch bei Wildschweinen deutlich größer als beim Auftreten der ASP bei Hausschweinen. Der gefährdete Bezirk kann bei einem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest einen Radius von 10 bis 15 km umfassen. In diesem Umkreis werden Hausschweine als bedroht angesehen und kontrolliert. Zudem ist der Handel mit Schweinen nur unter Auflagen möglich. In der Pufferzone, die den gefährdeten Bezirk umgibt, werden Wildscheine intensiv bejagt.

Mit Material von BMEL
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