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Seuche

ASP: Diese Länder zahlen Prämien für erlegte Wildschweine

Wildschwein-Zielfernrohr-Jagd
am Montag, 13.01.2020 - 10:00 (Jetzt kommentieren)

Immer mehr Bundesländer zahlen Prämien für erlegte Wildschweine oder Aufwandsentschädigungen für das Einliefern von Wildschweinproben.

Immer mehr Bundesländer zahlen Prämien für erlegte Wildschweine oder Aufwandsentschädigungen für das Einliefern von Wildschweinproben. Ziel der Zahlungen ist es, die Schwarzwildbestände deutlich zu reduzieren, um die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verringern.

Folgende Bundesländer zahlen Prämien für erlegte Wildschweine:

  • Mit höheren Abschussprämien und Beobachtungen mit Hilfe von Drohnen will Bayern einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Jäger können für ein erlegtes Tier in den nördlichen und östlichen grenznahen Landkreisen zu Thüringen, Sachsen und Tschechien 100 Euro statt bisher 20 Euro bekommen, wie das Umweltministerium am Sonntag (12.01.2020) in München mitteilte. Zudem sollen in den Regionen die Wildschweindichte und Tierbewegungen mit Hilfe von Drohnen erfasst werden. Die gewonnenen Daten sollen an die örtlichen Jäger weitergegeben werden, um die Bejagung gezielt auszubauen. Zum neuen, bayerischen "ASP-Abwehr-Paket" zählt ferner, dass die bestehenden Wildzäune entlang der Autobahnabschnitte Aschaffenburg-Bayreuth sowie Hof-Passau auf Lücken überprüft und ergänzt werden. Das Ministerium habe zudem zusätzlich 150 Kilometer Wild- und Elektrozäune sowie 100 Kilometer Duftzaun erworben, um bei einem Ausbruchsfall in einem benachbarten Land unverzüglich weitere Zäune aufbauen zu können.
  • In Niedersachsen zahlt die Landwirtschaftskammer rückwirkend bis zum 1. April 2018 für jedes mehr erlegte Stück Schwarzwild. Als Reverenz werden die Abschussmengen der letzten drei Jagdjahre verwendet. Wer also mehr als in den Vorjahren erlegt, bekommt nun für jedes weitere Stück 50 Euro. Antragsberechtigt ist jeweils der Jagdausübungsberechtigte. Außerdem zahlt die Landwirtschaftskammer 50 Euro für die Meldung von Fallwild. Darüber hinaus sollen auch Hundeführer in Niedersachsen mit 25 Euro je Hund finanziell unterstützt werden. Diese Maßnahme greift jedoch nur für die Jäger, die ihren Vierbeiner bei einer übergreifenden Jagd einsetzen, an der sich mindestens fünf Reviere oder mindestens zwei mit einer Gesamtfläche von 2.000 ha beteiligen.
  • In Mecklenburg-Vorpommern erhalten Jäger vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. März 2019 nach vorheriger Antragsstellung eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro je Tier. Zusätzlich soll bei revierübergreifenden Drückjagden der Einsatz des Jagdhundes mit je 25 Euro je Hund entschädigt werden.
  • Auch in Brandenburg beträgt die Prämie 50 Euro je Wildschwein. Gezahlt wird hier jedoch nur für Tiere, die über der Zahl der in der Jagdsaison 2015/2016 erlegten Wildschweine liegen.
  • In Saarland winkt Jägern ab April 2018 eine Prämie von 20 Euro je geschossenem Stück Schwarzwild. Darüber hinaus sollen Jagdausübungsberechtigte eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro erhalten, wenn sie revierübergreifende Drückjagden veranstalten.
  • Rheinland-Pfalz geht einen anderen Weg. Statt Abschussprämien zahlt es im Sinne der Früherkennung Jägern eine Prämie von 50 Euro für die Untersuchung von Fallwild - also jenen Wildschweinen, die nicht erlegt oder bei einem Unfall getötet wurden.

Aufwandsentschädigungen für das Einsenden von Proben in Hamburg

Hamburg zahlt im Rahmen des Tiergesundheitsmonitorings Aufwandsentschädigungen für das Einsenden oder Anliefern von Wildschweinproben. Die Summen richten sich dabei nach der Art der eingelieferten Proben:

  • Für Schwarzwild- und Tupferproben wird eine Entschädigung von 30 Euro gezahlt,
  • für Schwarzwildproben von ganzen Stücken oder Kadavern werden 40 Euro und
  • für das Einliefern ganzer, kranker Stücke oder Kadaver werden 100 Euro gezahlt.
Mit Material von Angaben der Länder

So viele Wildschweine wurden 2017 geschossen

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