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+++ Update 1. April 2021 +++

ASP: Diese Länder zahlen Prämien für erlegte Wildschweine

Ansicht eines Wildschweins durch ein Jagd-Zielfernrohr
am Donnerstag, 01.04.2021 - 10:40 (Jetzt kommentieren)

Immer mehr Bundesländer zahlen Prämien für erlegte Wildschweine oder Aufwandsentschädigungen für das Einliefern von Wildschweinproben.

1. April 2021: Brandenburg verdoppelt Schwarzwildprämie

Das brandenburgische Verbraucherschutzministerium hat per Erlass die Aufwandsentschädigung für Jagdberechtigte vereinfacht und deutlich erhöht. Bislang gab es für die Entnahme und Ablieferung eines Wildschweins im Kerngebiet und in der Weißen Zone 30 Euro für unter 30 kg Lebendgewicht und 50 Euro für über 30 kg Lebendgewicht. Ab dem 1. April 2021 erhalten Jäger unabhängig vom Gewicht pro Wildschwein 100 Euro.

Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des ASP-Krisenstabs, sagte: „Unsere Priorität ist jetzt die Entnahme der Wildschweine aus der Weißen Zone, damit sich die Seuche nicht mehr ausbreiten kann. Wir haben darum noch einmal die Aufwandsentschädigungen für die Wildschweinentnahme mehr als verdoppelt.“

Mit Material von www.msgiv.brandenburg.de

25. März 2021: 65 Euro pro Wildschwein in Sachsen-Anhalt

Bereits im Oktober 2020 bat der Landtag in Sachsen-Anhalt die Landesregierung, eine Abschussprämie zu gewähren. Hintergrund ist auch hier die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Wildschweinpopulation.

Jetzt zahlt das Land rückwirkend ab dem 1. Januar 2021 eine Abschussprämie von 65 Euro je erlegtes Wildschwein, um die Bestände weiter zu reduzieren.

Aufgrund der relativ hohen Jagdstrecken der vergangenen Jahre sei bei der Schwarzkittelvermarktung eine Marktsättigung eingetreten. Die "Pürzelprämie" soll deshalb einen Anreiz geben, die Wildschweinpopulation - und somit auch die ASP - einzudämmen.

Mit Material von Landwirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt

Abschussprämien für Wildschweinen in vielen Bundesländern

Immer mehr Bundesländer zahlen Prämien für erlegte Wildschweine oder Aufwandsentschädigungen für das Einliefern von Wildschweinproben. Ziel der Zahlungen ist es, die Schwarzwildbestände deutlich zu reduzieren, um die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verringern.

Mit höheren Abschussprämien und Beobachtungen mit Hilfe von Drohnen will Bayern einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Jäger können für ein erlegtes Tier in den nördlichen und östlichen grenznahen Landkreisen zu Thüringen, Sachsen und Tschechien 100 Euro statt bisher 20 Euro bekommen, wie das Umweltministerium am Sonntag (12.01.2020) in München mitteilte.

Zudem sollen in den Regionen die Wildschweindichte und Tierbewegungen mit Hilfe von Drohnen erfasst werden. Die gewonnenen Daten sollen an die örtlichen Jäger weitergegeben werden, um die Bejagung gezielt auszubauen. Zum neuen, bayerischen "ASP-Abwehr-Paket" zählt ferner, dass die bestehenden Wildzäune entlang der Autobahnabschnitte Aschaffenburg-Bayreuth sowie Hof-Passau auf Lücken überprüft und ergänzt werden.

Das Ministerium habe zudem zusätzlich 150 Kilometer Wild- und Elektrozäune sowie 100 Kilometer Duftzaun erworben, um bei einem Ausbruchsfall in einem benachbarten Land unverzüglich weitere Zäune aufbauen zu können.

Prämien in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern

In Niedersachsen zahlt die Landwirtschaftskammer rückwirkend bis zum 1. April 2018 für jedes mehr erlegte Stück Schwarzwild. Als Reverenz werden die Abschussmengen der letzten drei Jagdjahre verwendet. Wer also mehr als in den Vorjahren erlegt, bekommt nun für jedes weitere Stück 50 Euro.

Antragsberechtigt ist jeweils der Jagdausübungsberechtigte. Außerdem zahlt die Landwirtschaftskammer 50 Euro für die Meldung von Fallwild. Darüber hinaus sollen auch Hundeführer in Niedersachsen mit 25 Euro je Hund finanziell unterstützt werden. Diese Maßnahme greift jedoch nur für die Jäger, die ihren Vierbeiner bei einer übergreifenden Jagd einsetzen, an der sich mindestens fünf Reviere oder mindestens zwei mit einer Gesamtfläche von 2.000 ha beteiligen.

In Mecklenburg-Vorpommern erhalten Jäger vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. März 2019 nach vorheriger Antragsstellung eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro je Tier. Zusätzlich soll bei revierübergreifenden Drückjagden der Einsatz des Jagdhundes mit je 25 Euro je Hund entschädigt werden.

    Pürzelprämie auch in Brandenburg, Saarland und Rheinland-Pfalz

    Auch in Brandenburg beträgt die Prämie 50 Euro je Wildschwein. Gezahlt wird hier jedoch nur für Tiere, die über der Zahl der in der Jagdsaison 2015/2016 erlegten Wildschweine liegen.

    In Saarland winkt Jägern ab April 2018 eine Prämie von 20 Euro je geschossenem Stück Schwarzwild. Darüber hinaus sollen Jagdausübungsberechtigte eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro erhalten, wenn sie revierübergreifende Drückjagden veranstalten.

    Rheinland-Pfalz geht einen anderen Weg. Statt Abschussprämien zahlt es im Sinne der Früherkennung Jägern eine Prämie von 50 Euro für die Untersuchung von Fallwild - also jenen Wildschweinen, die nicht erlegt oder bei einem Unfall getötet wurden.

    Aufwandsentschädigungen für das Einsenden von Proben in Hamburg

    Hamburg zahlt im Rahmen des Tiergesundheitsmonitorings Aufwandsentschädigungen für das Einsenden oder Anliefern von Wildschweinproben. Die Summen richten sich dabei nach der Art der eingelieferten Proben:

    • Für Schwarzwild- und Tupferproben wird eine Entschädigung von 30 Euro gezahlt,
    • für Schwarzwildproben von ganzen Stücken oder Kadavern werden 40 Euro und
    • für das Einliefern ganzer, kranker Stücke oder Kadaver werden 100 Euro gezahlt.
    Mit Material von Angaben der Länder

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