Login
Afrikanische Schweinepest

ASP nun erstmals auch in Bulgarien nachgewiesen

Mastschwein
Thumbnail
Anke Fritz, agrarheute
am
02.09.2018

Wie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, schwimmen Kadaver von Hausschweinen in der Donau. Die Afrikanische Schweinepest ist jetzt in Bulgarien angekommen.

Die Afrikanische Schweinepest ist jetzt erstmals auch in Bulgarien nachgewiesen worden. Das berichten bulgarische Medien am Freitagabend. Vier Schweine seien im Dorf Tutrakanzi im Raum Warna an der Seuche gestorben, teilte die staatliche Agentur für Lebensmittelsicherheit am Freitag in Sofia mit.

Wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Rumänien hatte Bulgarien Ende Juli mit der Errichtung eines 133 Kilometer langen Schutzzaunes entlang der Grenze begonnen.

Schweinekadaver in der Donau

Mit Sorge blicken die schweinehaltenden Betriebe in MV derzeit in Richtung Osten: Schweinekadaver von an ASP erkrankten Tieren schwimmen in Rumänien durch die Donau. Dabei handelt es sich nicht um Wildschweine, sondern laut der Tiergesundheitsbehörde um Hausschweine, die vermutlich aus Kleinsthaltungen stammen und wohl im Fluss entsorgt wurden.

Laut dem Medium bestätigte Gigu Dragna, der Direktor der Tiergesundheitsbehörde, dass Schweinekadaver in der Donau entdeckt wurden, die vermutlich aus Kleinsthaltungen stammen und nach ihrem Tod einfach in den Fluss geworfen wurden. „Wir haben fast 30.000 Schweine getötet, um die großen Betriebe zu schützen“, erläuterte er „doch wir haben uns nur auf den Landweg konzentriert und die Gefahr einer Übertragung über das Wasser übersehen.“ Hinter diesen Worten steckt die Vermutung, dass die ASP auch über Flusswasser, das den Tieren als Trinkwasser dient, Schweine infiziert und so in Betriebe eingeschleppt werden könnte.

700 erkrankte Schweine in Rumänien

Rumänien ist derzeit mit 700 erkrankten Tieren der europäische Spitzenreiter bei ASP-Infektionen in Hausschweinbeständen. Vor allem an der Schwarzmeerküste, im Donaudelta und entlang der Donau breitet sich das Virus aus. Dabei ist auch einer der größten Schweinemastbetriebe des Landes betroffen. In den kommenden Wochen sollen über 350.000 Schweine in Rumänien getötet werden und auch große Teile der Ernte – vor allem Mais aus den betroffenen Gebieten – soll laut Veterinär-Fachmedium „wir sind Tierarzt“  verbrannt werden, um den Virus zu stoppen.

Mit Material von Bauernverband Mecklenburg Vorpommern
Auch interessant