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Tierseuche

ASP: Frankreich dämmt Sicherheitsmaßnahmen ein

Wildschweine rennen über die Wiese
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
29.10.2018

Frankreich hat die Maßnahmen im Kampf gegen die ASP zurückgefahren. Bestimmte jagdliche Tätigkeiten sind nun wieder erlaubt.

Frankreich hat die Sicherheitsmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zurückgefahren. Das teilte das Pariser Agraressort mit. Die besondere Beobachtungszone wurde demnach auf 53 Gemeinden in den Départements Ardennes, Meuse und Meurthe-et-Moselle verkleinert. Alle 10 betroffenen Kommunen seien weniger als 10 km vom belgischen Risikogebiet entfernt. Auch die normale Beobachtungszone sei angepasst worden, berichtet das Agrarressort weiter. Das an Deutschland und Luxemburg grenzende Département Moselle gehöre nun nicht mehr zum Risikogebiet.

Jagd und forstliche Aktivitäten in Frankreich wieder erlaubt

Das französische Landwirtschaftsministerium weist darauf hin, dass in der besonderen Beobachtungszone bestimmte jagdliche Tätigkeiten wieder erlaubt sind, sofern die Biosicherheitsauflagen beachtet werden. Auch Freizeit- und Forstaktivitäten sind unter der Beachtung dieser Maßnahmen wieder erlaubt. Zum Schutz vor der Tierseuche bleibe jedoch das Füttern von Wildtieren untersagt.

In der normalen Beobachtungszone sind nach Angaben des Ministeriums sämtliche Auflagen aufgehoben. Trotz intensiver Nachforschungen seien an der französisch-belgischen Grenze keine mit ASP infizierten Tiere gefunden worden. Um das Risiko einer Seucheneinschleppung zu verringern, werde die Wildschweinpopulation deutlich reduziert. Zudem werde nach Angaben der Behörde das Überwachen des Gesundheitsstatus der Wildschweine im Grenzgebiet fortgesetzt, um einen Ausbruch der Seuche so früh wie möglich festzustellen.

Frankreich hatte die Sicherheitsmaßnahmen gegen das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest Mitte Oktober unter anderem auf Jagd- und Bewirtschaftungsverbote ausgeweitet.

Mit Material von AgE
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