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Bekämpfung Tierseuche

ASP: Internationale Abstimmung notwendig

Stallschild: Zutritt verboten
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
04.12.2018

Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, müssen die Maßnahmen international abgestimmt sein. Zum Beispiel sind schärfere Grenzkontrollen angedacht.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus ist besorgt: Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien sei Deutschland von betroffenen Regionen eingekesselt. Das mache den Ausbruch, auch im Bundesgebiet, deutlich wahrscheinlicher.

Um das zu verhindern, sprach sich der Minister für ein international abgestimmtes Vorgehen bei der Bekämpfung der Tierseuche aus. In einem gemeinsamen Gespräch wies EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis ihn darauf hin, dass die Ausbreitung der ASP oft menschengemacht sei. Deshalb sei unter anderem ein allumfassender Ansatz zur Aufklärung und Information in allen Sektoren nötig. 

Maßnahmen gegen ASP werden besprochen

So müsse man zum Bespiel die zuständigen Behörden für Transport, Verkehr, Inneres und Grenzkontrollen in die Diskussion mit einbinden. Es seien Biosicherheitsmaßnahmen und effektivere Grenzkontrollen erforderlich. Laut Gesundheitskommissar wolle man auch ein Überwachungssystem einführen.

Darüber hinaus befinde sich die EU-Kommission in Gesprächen mit Moldawien, Russland, der Ukraine und China. Es werde unter anderem versucht, eine gemeinsame Forschung für einen Impfstoff voranzutreiben.

Über die weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wollen die Fachminister für Landwirtschaft, Umwelt und Verkehr in den Ländern der Europäischen Union deshalb gemeinsam am 19. Dezember in Brüssel beraten.

Mit Material von AgE
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