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ASP: Nur noch 12 km bis Deutschland

Totes-Wildschwein
am Mittwoch, 22.01.2020 - 10:53 (Jetzt kommentieren)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Polen noch weiter nach Westen gesprungen. Nur 12 km von der Grenze entfernt im polnischen Teil des Lausitzer Forsts wurde ein infiziertes Wildschwein gefunden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt näher an Deutschland heran. Am Dienstag wurde in Polen, 12 km von der Grenze zu Sachsen entfernt, ein neuer Fall der ASP gemeldet, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). 

Ein Sprecher des Agrarministeriums sagte, dass die Bedrohungslage für Sachsen unverändert sei. Die Präventionsmaßnahmen würden regelmäßig überprüft, es bestehe enger Kontakt zu den Behörden im Nachbarland und es entstünden Schutzzäune entlang der Lausitzer Neiße.

ASP: Klöckner vereinbart neue Maßnahmen

Über weitere Präventionsmaßnahmen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Montag in Berlin mit ihrem polnischen Amtskollegen Krysztof Ardanowski gesprochen. Zusätzlich zu den bereits ergriffenen Maßnahmen vereinbarten die Minister vier konkrete Punkte:

  1. Erarbeitung eines gemeinsamen Maßnahmenkatalogs - im Gespräch ist die Einrichtung eines eingezäunten Korridors („weiße Zone“) entlang der Grenze, um ein Einwandern infizierter Wildschweine nach Deutschland zu verhindern. 
  2. Es wird geprüft, wie das deutsche Technische Hilfswerk bei der Errichtung von Schutzzäunen auf polnischer Seite behilflich sein kann. Dazu findet zeitnah ein Vor-Ort-Besuch statt.
  3. Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft und Forschung.
  4. Erarbeitung einer gemeinsamen Erklärung, die eine drastische Verringerung der Wildschweindichte insgesamt - unter anderem durch Abschuss - als effektive Präventionsmaßnahme hervorhebt.

"Weiße Zone" an der deutsch-polnischen Grenze

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) will sich demnächst mit Vertretern aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen treffen und ein deutsch-polnisches Fachgespräch in Warschau führen.

Bei beiden Treffen soll es unter anderem um die Ausgestaltung einer so genannten „weißen Zone“ gehen. Zuletzt war Anfang Januar ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver 21 Kilometer von der Grenze entfernt nordöstlich von Bad Muskau gefunden worden. 

In unserem Top-Thema zur Afrikanischen Schweinepest haben wir die aktuellen Fälle und sinnvolle Präventionsmaßnahmen für Sie zusammengestellt.

Mit Material von dpa, BMEL

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