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Tierseuche

ASP in Polen: Über 23.000 Hausschweine infiziert

Schweine im Stall
am Montag, 23.03.2020 - 10:27 (Jetzt kommentieren)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat in Polen erneut zugeschlagen - nur 78 km von der deutschen Grenze entfernt. Mehr als 23.000 Hausschweine sind betroffen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in einem Zuchtbetrieb in Niedoradz in der Woiwodschaft Lebus in Westpolen ausgebrochen, berichtet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf agrarheute-Anfrage.

Der Ort liegt 78 km von der polnisch-deutschen Grenze entfernt. Mehr als 23.000 Hausschweine sind betroffen. Die Behörden haben die sofortige Keulung des Bestandes angeordnet, so das Bundeslandwirtschaftsministerium.

Ministerium: "Keine Verschleppung der ASP nach Deutschland"

Da der Fall in einem Gebiet aufgetreten ist, das nach EU-Recht wegen des Auftretens der ASP bei Wildschweinen schon als Restriktionsgebiet etabliert wurde, gelten hier strenge Regeln, berichtet das Bundeslandwirtschaftsministerium.

Der Transport von Schweinen und der Handel mit Schweinefleisch und Schweinefleischprodukten seien untersagt. Von einer Verschleppung der Seuche aus dem betroffenen Betrieb nach Deutschland geht das Ministerium nicht aus.

Viele mit ASP infizierte Wildschweinkadaver in Polen

Seit Mitte November 2019 waren in der Woiwodschaft Lebus nahe der deutsch-polnischen Grenze viele mit dem Virus infizierte Wildschweinkadaver gefunden worden. Seit dieser Zeit wurden allein im Kreis Nowasolski, in der auch die Ortschaft Niedoradz liegt, bei 146 Wildschweinen ASP nachgewiesen.

Ende Januar hatte es in Westpolen einen Fall nur zwölf Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt gegeben. Brandenburg und Sachsen haben wegen der grenznahen Fälle schon Schutzzäune errichtet.

Mit Material von BMEL, dpa

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