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Afrikanische Schweinepest

ASP: Präventionskonferenz fordert koordiniertes Vorgehen

Schild Tiersuchengefahr-ASP
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Uwe Bräunig, agrarheute
am
26.02.2018

Auf der heutigen Präventionskonferenz zur Afrikanischen Schweinepest in Berlin diskutierten Bund und Länder Maßnahmen zur Vorbeugung eines Seuchenausbruchs in Deutschland.

Heute fand auf Einladung des geschäftsführenden Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt die Nationale Präventionskonferenz zur Afrikanischen Schweinepest statt. Im Kern ging es darum, wie Bund, Länder und Verbände ihre Maßnahmen zur Vorbeugung eines Seuchenausbruchs bestmöglich koordinieren können.

Notfallübungen mit Polen und angrenzenden Bundesländern

Wie Minister Schmidt erklärte, stellt die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest, insbesondere über die Mitnahme von ASP-Virus kontaminierten Lebensmitteln durch Reisende und LKW-Fahrer sowie über die unsachgemäße Entsorgung dieser Lebensmittel, für Deutschland eine große Gefahr dar. Schon 2014, unmittelbar nach den ersten ASP-Fällen in den baltischen Staaten und Polen, habe man eine umfassende mehrsprachige Informationskampagne gestartet. Ziel ist es, vor allem die Biosicherheit entlang der Verkehrswege zu sichern. Dazu sollen in den kommenden Tagen auch Übungen mit Polen und den angrenzenden Bundesländern stattfinden, bei denen Notfallpläne für den Fall eines Ausbruchs durchgespielt werden.

 

Koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten notwendig

Auf der Präventionskonferenz wurde betont, dass ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten erforderlich ist, um den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland zu verhindern. Bundesminister Schmidt stellte  die Maßnahmen zur Vorbeugung eines Seuchenausbruchs in Deutschland vor, die konzertiert ineinandergreifen und sich ergänzen. Kernelemente der Strategie seien Aufklärung, Rechtssetzung, Intensivierung der Forschung (national und international), Einhaltung der Hygienevorschriften in der Schweinehaltung und beim Umgang mit Wildschweinen sowie die Reduzierung der Schwarzwildbestände.

Von besonderer Bedeutung sei dabei das Zusammenwirken von Bund, Ländern und Verbänden sowie der enge Schulterschluss mit den bereits betroffenen Ländern unter Einbindung der EU, der Welttiergesundheitsorganisation OIE sowie der FAO.

Mit Material von BMEL und dpa
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