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Tierseuche

ASP rottet Schweinerassen in der Ukraine aus

schwarzes Schwein
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
06.12.2018

Mindestens zwei Schweinerassen wurden in der Ukraine aufgrund der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest ausgerottet.

In der Ukraine hat die Afrikanische Schweinepest (ASP) mindestens zwei Schweinerassen ausgerottet. Das geht aus Berichten der Nationalen Akademie für Agrarwissenschaften hervor. Alle Betriebe mit dem Myrhoroder Schwein und der Rasse Large Black fielen in den letzten Jahren der Seuche zum Opfer.

Besonders tragisch sei nach Angaben der Wissenschaftler das Verschwinden der Myrhoroder Schweine. Diese Rasse war eine der ersten, die von ukrainischen Forschern entwickelt wurde. Alle vier Schweinehaltungsbetriebe der Nationalen Akademie für Agrarwissenschaften, die im Besitz der Myrhoroder Schweine waren, wurden von der ASP betroffen und die Tiere fielen der Seuche zum Opfer. Damit wurde das gesamte genetische Potenzial dieser Rasse ausgelöscht, heißt es in einer offiziellen Regierungserklärung. Zudem sei unklar, ob es diese Rasse in anderen Ländern außer der Ukraine gebe. Die Rasse Large Black sei dagegen in Europa verbreiteter.

Ukrainische Schweinefleischproduktion sinkt

Sowohl das Large Black Schwein als auch das Myrhoroder Schwein werden in der Ukraine vor allem zur Produktion von Schweinefett gehalten. Die Regierung geht davon aus, dass es auf dem Inlandsmarkt aufgrund der Seuche zu einem Mangel an Schweinefett kommen kann. Man müsse in Zukunft mehr auf den Import von Schweinefleischprodukten setzen, um den Inlandsbedarf zu decken. Die ukrainische Schweinefleischproduktion sinkt derweil stetig. Im ersten Halbjahr 2018 erzeugte das Land 3 Prozent weniger Schweinefleisch als im Vorjahreszeitraum.

Mit Material von www.pigprogress.net
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