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Aus der Wirtschaft

ASP: Russland plant, Importverbot teilweise aufzuheben

© Mühlhausen/landpixel
von , am
05.07.2014

Nachdem sich diese Woche die EU-Kommission im Disput um das russische Importverbot von Schweinefleisch aus der EU erneut an die WTO gewandt hat, zeigt sich Russland jetzt verhandlungsbereit.

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Russland signalisiert Verhandlungsbereitschaft und will bald Fleisch aus insgesamt 14 EU-Mitgliedsstaaten wieder einführen, wenn diese nicht an Länder grenzen, in denen die Afrikanischen Schweinepest (ASP) grassiert. Diesen Vorschlag hat der stellvertretende Leiter des Föderalen Aufsichtsdienstes für die Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor), Jewgenij Nepoklonow in Paris gemacht, meldet der Interessensverband der Deutschen Schweinehalter (ISN).

Deutschland bleibt außen vor

Nepoklonow betonte, Russland sei bereit, mit nicht betroffenen Ländern bilaterale Verhandlungen über neue Exportzertifikate aufzunehmen. Dazu zählten unter anderem die großen Schweinefleischexporteure Niederlande, Dänemark und Spanien. Deutschland als Nachbar des ASP-Landes Polen zählt nicht zu den Staaten denen eine kurzfristige Wiederaufnahme der Schweinefleischausfuhren in Aussicht gestellt wurde. Aber auch Frankreich und Italien sollen nicht auf der Liste stehen, da es Tiergesundheitsprobleme auf den Inseln Korsika und Sardinien gibt.

Embargo kostet belgische Schweinehalter 20 Millionen Euro

Die exportorientierten EU-Mitgliedsstaaten sprechen sich für bilaterale Lösungen mit Russland aus und verweisen auf eine ähnliche Systematik im Falle der Schweinefleischausfuhren nach Asien. Bisher blockiert allerdings die EU-Kommission die einzelstaatlichen Vereinbarungen und hat wegen des Handelsstreits mit Russland bei der Welthandelsorganisation die Einrichtung eines Schiedsgerichts beantragt.
 
Nach Schätzungen des flämischen Boerenbonds hat das seit fünf Monaten bestehende russische Embargo für EU-Schweinefleisch allein die belgischen Schweinemäster bereits zwischen 17 Mio Euro und 20 Millionen Euro gekostet.
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