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ASP: Unterschätzt Polen die Gefahr?

von , am
03.06.2014

Warschau - Zwei neue ASP-Fälle bei Wildschweinen wurden in Polen bestätigt. Der oberste Amtierarzt in Weißrussland wirft den polnischen Kollegen vor, die ASP-Gefahr zu unterschätzen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Polen angekommen. Der Virus wurde an zwei weiteren toten Wildschweinen nachgewiesen. © Erich Keppler/pixelio
Im Nordosten Polens sind zwei neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen bestätigt worden. Das teilt das Agrarische Informationszentrum, AIZ, mit. Die Kadaver der erkrankten Tiere wurden in demselben, an Weißrussland grenzenden Gebiet gefunden wie bei den ersten beiden Mitte Februar verzeichneten ASP-Ausbrüchen. Als wahrscheinliche Ursache der Krankheitsfälle vermutet das Landwirtschaftsministerium in Warschau die grenzüberschreitende Wanderung von Wildschweinen. 

Weißrussland kritisiert Warschauer Behörden

Da in den betroffenen Regionen die im Februar verhängten Sicherheitsvorkehrungen noch in Kraft sind, wurden nun keine zusätzlichen Maßnahmen angeordnet. In der Vorwoche hat der oberste Amtstierarzt Weißrusslands, Jurij Piwowartschik, den polnischen Kollegen vorgeworfen, die Gefahr der ASP-Ausbreitung zu unterschätzen.
 
Polens Wildschweinmonitoring sei unzuverlässig, da es nur Hunderte Tiere erfasse, während es in Weißrussland Hunderttausende seien, wurde Piwowartschik vom Pressedienst des russischen Föderalen Aufsichtsdiensts für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) zitiert. Im Gegensatz zu Weißrussland sei im Nachbarland auch keine Reduzierung der Wildschweinpopulation vorgenommen worden. Angesichts der Migration dieser Tiere aus Polen und Litauen habe die Gefahr der Viruseinschleppung in sein Land zuletzt ein kritisches Niveau erreicht, behauptete der weißrussische Beamte.

Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie hier in unserem Themendossier ...

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