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Report

ASP verbreitet sich langsam in Europa

Warnschild gegen ASP in Polen.
am Mittwoch, 05.02.2020 - 09:01 (Jetzt kommentieren)

Laut des aktuellen EFSA-Berichts verbreitet sich die Afrikanische Schweinepest langsam in Europa. Neun Mitgliedsstaaten sind betroffen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ihre letzte jährliche Aktualisierung über das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Europäischen Union (EU) veröffentlicht.

So erlangte Tschechien während des Berichtszeitraums von November 2018 bis Oktober 2019 offiziell wieder den Status ASP-frei. Da die tödlich Tierseuche allerdings erstmals in der Slowakei bestätigt wurde, sind weiterhin neun Länder in der EU betroffen.

ASP breitet sich Richtung Südwesten aus

Außerdem hat sich laut EFSA das von der ASP betroffene Gebiet insgesamt schrittweise ausgeweitet - hauptsächlich in südwestlicher Richtung. Alle Phasen der Epidemie seien nun in der EU vertreten:

  • Gebiete, die vor kurzem nach einer isolierten Einführung oder einer geographischen Ausdehnung aus den betroffenen Gebieten betroffen waren,
  • betroffene Gebiete, die sich ausdehnen,
  • Gebiete, in denen die ASP-Infektion schon seit einiger Zeit vorhanden ist, einschließlich der Gebiete, in denen die ASP offenbar ausklingt,
  • und nicht betroffene Gebiete.

Hinterhofhaltungen erschweren den Kampf gegen ASP

Die Situation variiert erheblich zwischen den Mitgliedstaaten. Das ist auf vielfältige Einflüsse zurückzuführen, wie die Struktur der Schweineproduktion (insbesondere der Anteil der Hinterhofhaltungen), die geografischen Bedingungen und wie die Wildschweinpopulation aufgestellt ist.

So stellen Hinterhofhaltungen, also nicht kommerzielle Betriebe, besondere Herausforderungen für die Bekämpfung der ASP dar. Es kommt immer wieder zu unkontrolliertem Verbringen von Schweinen oder Biosicherheitsvorgaben werden nicht eingehalten.

Der Report umfasst zudem folgende Punkte:

  • Beschreibung die saisonalen Schwankungen bei der Erkennung ASP-positiver Proben seit der ersten Entdeckung der Krankheit in der EU.
  • Überprüfung der von den betroffenen Mitgliedstaaten angewandten Maßnahmen zur Kontrolle der Ausbreitung der ASP bei Wildschweinen.
  • Bewertung der Wirksamkeit künstlicher oder natürlicher Grenzen bei der Kontrolle der Ausbreitung, mit besonderem Schwerpunkt auf der Kombination von Kontrollmaßnahmen, die in Belgien angewandt wurden.
  • Bewertung Maßnahmen zur Bekämpfung von Wildschweinpopulationen in verschiedenen geografischen Gebieten der EU auf der Grundlage der neuesten wissenschaftlichen und epidemiologischen Daten.

Hier kommen Sie auf den vollständigen Report zur ASP-Situation in Europa.

Mit Material von EFSA, The Pig Site

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