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ASP-Verdacht in einem Mastbetrieb im Landkreis Rostock bestätigt

Schweine
am Montag, 15.11.2021 - 18:07 (Jetzt kommentieren)

Im Landkreis Rostock gibt es einen bestätigten Fall Afrikanischer Schweinepest (ASP) in einem Mastbetrieb. Jetzt greifen Seuchenschutzmaßnahmen.

Der Verdachtsfall auf Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Schweinemastbetrieb im Landkreis Rostock hat sich bestätigt. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium heute Abend (15.11.) mitteilte, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Tierseuche  in entsprechenden Proben nachgewiesen. Nun wird das FLI die Ursache zum Eintragsweg des Erregers in den Bestand untersuchen.

Am Nachmittag hatte zunächst das Schweriner Agrarressort darüber informiert, dass in dem Betrieb mehrere Mastschweine verendeten. Erste Proben waren darauf hin vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei untersucht worden. Ein PCR-Test hatte den Verdacht ergeben, dass die Tiere sich mit dem ASP-Erreger infiziert hatten.

Tierhalter sollten unbedingt alle Bio-Sicherheitsmaßnahmen beachten

Für morgen hat das Schweriner Ministerium eine Pressekonferenz angekündigt. Dabei soll über die Untersuchungsergebnisse informiert und erklärt werden, welche Konsequenzen sich aus einem Seuchenausbruch ergeben.

In diesem Zusammenhang mahnte Minister Till Backhaus die schweinehaltenden Betriebe, unbedingt die Bio-Sicherheitsmaßnahmen auf höchstem Niveau zu halten.

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium weiter mitteilte, greifen jetzt die Maßnahmen der Schweinepest-Verordnung in der Zuständigkeit der Länder: Unter anderem muss die zuständige Behörde vor Ort anordnen, dass alle Tiere des Bestands getötet und unschädlich beseitigt werden. 

Bisher gab es in Mecklenburg-Vorpommern keine Fälle von ASP – weder bei Wildschweinen, noch bei Hausschweinen. ASP-Fälle waren seit September 2020 in Brandenburg (Wild- und Hausschweine) und in Sachsen (Wildschweine) aufgetreten.

Im Juli waren erstmals Fälle in drei Hausschweinbeständen in Brandenburg nachgewiesen worden. Diese Fälle sowie die eingerichteten Sperrzonen wurden inzwischen aufgehoben, nachdem die Tiere in den betroffenen Beständen getötet und weitere behördliche Maßnahmen ergriffen worden waren. 

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