Login
Tierseuche

ASP: Verdachtsfall in Westpolen

Wildschwein-Wasser-Teich-Keiler-Matsch-Wald-2
Thumbnail
Jana Semenow, agrarheute
am
06.04.2018

Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest klingt nicht ab. Jetzt ist wieder ein neuer Verdachtsfall in Polen aufgetaucht.

In Polen soll ein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgetreten sein. Drei tote Wildschweine wurden aus einem Löschteich bei Czarnków, etwa 70 km nördlich von Posen in der westpolnischen Woiwodschaft Wielkopolska geborgen und auf ASP getestet, nach Aussage von polnischen Medienberichten.

Polnische Schweinehochburg in Gefahr

In der betroffenen Region ist fast ein drittel der polnischen Schweinehaltung konzentriert. Bestätigt sich der Verdachtsfall, beutet das gravierende Auswirkungen für die dortigen Tierhalter. Die vorgeschriebene Schutzzone würde nicht nur auf die Tier- und Fleischvermarktung, sondern sich auch auf die Vermarktung des Getreides aus der Region auswirken, hieß es von Seiten der Landwirtschaft. Zudem wurde den politisch Verantwortlichen eine unzureichende Information vorgeworfen.

ASP-Verbreitung durch den Menschen

Vergangene Woche hatte der zuständige EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis bei einer ASP-Tagung mit den betroffenen EU-Ländern und den osteuropäischen Nachbarstaaten auf die intensiven Brüsseler Bemühungen zur Erfassung und Bekämpfung der Seuche hingewiesen und weitere Aktivitäten angekündigt. Brüssel will unter anderem stärker mit Jägern und Jagdverbänden zusammenarbeiten und die Informationskampagne stärker ausweiten. Insbesondere die Früherkennung von ASP-Fällen steht dabei im Vordergrund. Höchstwahrscheinlich gehen die drei ASP-Ausbrüche in Rumänien Anfang des Jahres auf die illegale Verbringung von infiziertem Fleisch zurück, sagt Andriukaitis. Der "menschliche Faktor" sei weiterhin der größte Feind der Ausrottungsbemühungen, so der Kommissar weiter.

Mit Material von AgE
Auch interessant