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Tierseuche

ASP-Vorsorge: Brandenburg genehmigt Einsatz von Saufängen

Wildschweine
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Uwe Bräunig, agrarheute
am
08.02.2019

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) genehmigt Brandenburg als alternative Jagdmethode den Einsatz von Saufängen, um die Schwarzwildbestände nachhaltig zu reduzieren, gerade auch in Siedlungsbereichen.

Um eine Ausbreitung der Erreger der hochansteckenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) möglichst auszuschließen, setzt das Land Brandenburg auch auf alternative Jagdmethoden. Wie das hiesige Landwirtschaftsministerium mitteilt, sind die Schwarzwildbestände selbst nach der Rekordstrecke des Jagdjahres 2017/2018 noch zu hoch und müssten nachhaltig reduziert werden.

Mit Saufängen gerade in Siedlungsbereichen gegen Wildschweine vorgehen

Um die Schwarzwildbejagung weiter zu intensivieren, genehmigt jetzt die oberste Jagdbehörde auf Antrag den Einsatz von Saufängen. Diese könnten aus Sicht des Landes ein wirkungsvolles Instrument sein, um die Wildschweinebestände nachhaltig zu reduzieren. Mit Saufängen sei es möglich, auch die Muttertiere (Bachen) mit ihrem Nachwuchs tierschutzgerecht zu entnehmen. Dies sei mit anderen Jagdmethoden kaum möglich, gerade auch in Siedlungsgebieten.

Über 40 Anträge auf Saufänge bereits gestellt

Laut Ministerium wurden bislang 43 Anträge von Jagdausübungsberechtigten auf Saufänge gestellt und 39 hiervon genehmigt. Die Genehmigung erfolge für den jeweiligen Jagdbezirk und sei auf keine Anzahl der Saufänge beschränkt.

Brandenburg zahlt eine Erlegungsprämie von 50 Euro für jedes Wildschwein, das über der Referenzstrecke aus dem Jagdjahr 2015/2016 erlegt wurde. Zudem erhalten die Jäger für die Probenahme bei tot aufgefundenen Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro.

Mit Material von Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg
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