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Schweinepest

ASP bei weiteren toten Wildschweinen in Belgien festgestellt

Wildschweine
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
17.09.2018

Bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Südbelgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt.

ASP Fall in Etalle, Belgien

Nach Angaben der belgischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) wurde der Erreger am 13. September in zwei Wildschweinen in der Gemeinde Etalle in der Provinz Luxemburg nachgewiesen. Am 16. September bestätigten die zuständigen Behörden das Virus bei drei weiteren Wildschweinen in der gleichen Region. Die Behörden in Wallonien wurden angewiesen, die erforderlichen Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Die AFSCA betonte, dass von der ASP bisher keine Nutztierbestände in Belgien betroffen seien. Zudem hob die Behörde hervor, dass das Virus für den Menschen ungefährlich ist.

BMEL steht im Kontakt mit belgischen Behörden

Das Bundeslandwirtschaftsministerium steht im Austausch mit den belgischen Behörden und der EU-Kommission. Ministerin Julia Klöckner erklärte: „Die neue Situation nehme ich sehr ernst. Die Afrikanische Schweinepest stellt seit längerem auch für Deutschland eine Bedrohung dar und unsere Vorbereitungen für den Krisenfall laufen."

Ein im Juni auf den Weg gebrachtes Gesetz, mit dem die bestehenden Bekämpfungsmaßnahmen ergänzt werden sollen, stehe kurz vor dem Abschluss, teilte Klöckner mit.
 
Das Ressort wies erneut auf die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine haltenden Betrieben hin und auf die Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung. Zudem werden die Jagdausübungsberechtigten aufgefordert, verendet aufgefundene Wildschweine den jeweils zuständigen Behörde anzuzeigen, um eine entsprechende Untersuchung sicherzustellen.

Eine Übersicht der bisher aufgetretenen ASP-Fälle rund um den Globus finden Sie hier.

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