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Seuche

ASP: Wildschweine massiv reduzieren

Wildschweine liegen in Strecke
© (c) landpixel
von am
07.11.2017

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus will den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern. Dazu soll die Wildschwein-Population in Mecklenburg-Vorpommern reduziert werden. Hier die Maßnahmen.

Die Wildschwein-Bestände in Mecklenburg-Vorpommern sollen drastisch reduziert werden. Das ist in den Augen von Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus eine entscheidende Maßnahmen, um die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verringern.

Auf einer Pressekonferenz machte der Minister nochmals auf die drohenden, existenziellen wirtschaftlichen Einbrüche aufmerksam, die ein Ausbruch der ASP für schweinehaltende Betriebe - aber auch für Schlachtunternehmen und die fleischverarbeitende Branche - hätte.

2 Millionen Euro für Programm gegen ASP

„Ich appelliere an die Jägerschaft, an Landwirte und Naturschützer, sich ihrer Verantwortung beim Thema ASP zu stellen“, so der Minister.

Gleichzeitig dankte Till Backhaus den beteiligten Regierungsfraktionen für ihre Unterstützung bei der Abstimmung über Landesmittel für ein auf zwei Jahre angelegtes Sofortprogramm zur ASP-Verhinderung in Höhe von 2 Millionen Euro.

Vermehrter Abschuss von Wildschweinen

Aufgewendet werden die Mittel für den vermehrten Abschuss von Wildschweinen. Der Minister forderte eine Strecke, die im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um 20 Prozent auf 80.000 Stück Wildschweine höher ist.

Dafür schafft das Land Anreize. 25 Euro Aufwandsentschädigung erhalten Jäger:

  • für das Erlegen von Frischlingen mit einem Gewicht bis 25 Kilogramm,
  • für den Abschuss von älteren Bachen, deren Frischlinge keiner Führung mehr bedürfen,
  • je Jagdtag für den Einsatz von Hundeführern mit Jagdhunden bei revierübergreifenden Jagden.

Außerdem wird das Verbot der Drückjagd vom 11. Januar bis 31. Juli für die kommenden drei Jahre ausgesetzt. Ziel aller Maßnahmen ist eine wirksame Bestandsreduzierung beim Wildschwein.

Intensiviert wird die Schwarzwildjagd aus Seuchenschutzgründen auch in den Nationalparks und Renaturierungsgebieten.

Mit Material von Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
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