Login
Mecklenburg-Vorpommern

ASP mit Zaun bekämpfen

Aufstellen des Elektrozauns gegen Afrikanische Schweinepest
Thumbnail
Martina Hungerkamp, agrarheute
am
19.12.2018

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat 51 km Elektrozaun angeschafft. Damit soll im Fall eines ASP-Ausbruchs bei Wildschweinen das Kerngebiet eingezäunt werden.

Das Agrarministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat in Erwartung eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) 51 km Elektrozaun angeschafft. Die Kosten für den Zaun belaufen sich auf rund 50.000 Euro.

Laut Agrarminister Till Backhaus (SPD) soll damit im Fall eines Ausbruchs der Seuche bei Wildschweinen der hochinfektiöse Krisenherd eingezäunt werden. Innerhalb dieses Kerngebiets würden dann alle Wildschweine getötet.

Vorbild für diese Methode sei Tschechien. Das Land habe mit Hilfe eines Zauns die Tierseuche in den Griff bekommen und konnte sie ein halbes Jahr später als erloschen erklären.

Wildschweine immun gegen ASP

Wie wichtig diese Maßnahme werden könnte, zeigt das Nachbarland Polen: Dort sah alles nach einer Beruhigung der Lage aus. Jetzt berichten die Medien allerdings, dass sich die Tierseuche weiter ausbreitet. In den vergangenen zwei Wochen kam es zu mehr als 100 neuen Fällen bei Wildschweinen.

Besonders besorgniserregend sei laut der Veterinärbehörden in Polen, dass sie immer öfter Wildschweine mit einer teilweisen Immunität gegen das Virus finden. Diese (teil)resistenten Tiere können die Seuche wesentlich weiterverbreiten.

Auch interessant