Login
Mast

Auflagen erschweren Neubau von Mastanlagen

© landpixel
von , am
05.09.2013

Magdeburg - Betriebsentwicklungen bedeuten in Zukunft nicht unbedingt Neubauten. Als lohnenswert gelten künftig Fortschritte in der Produktionstechnik.

© Mühlhausen/landpixel
Für die schweinehaltenden Betriebe werden die rein quantitativen Wachstumschancen abnehmen, prognostizierte Stefan Leuer während der DLG-Unternehmertage am Mittwoch in Magdeburg. Nach Ansicht des Veredlungsreferenten der Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen galt für die Schweinehalter in Nordwestdeutschland bislang die Regel: "Entwicklung ist, wenn der Betonmischer läuft." Der damit beschriebene umfangreiche Stallneubau wird laut Leuer künftig aufgrund steigender Auflagen und damit verbundener Mehrkosten nicht mehr der wichtigste Weg der Betriebsentwicklung in der Schweinehaltung sein. Fortschritte in der Produktionstechnik bezeichnete Leier dagegen als "mühsam, aber lohnenswert".
 
Steigende Produktionskosten
 
Die gesamten Produktionskosten (Direkt- und Festkosten) dürften nach den Untersuchungen der LWK Nordrhein-Westfalen von derzeit rund 154 Euro (€) je Mastplatz auf mehr als 180 € steigen. Als wichtigste Treiber für diesen Trend nannte Leier neben höheren Ferkelkosten einen auflagenbedingten deutlichen Zuwachs der Energie-, Arbeits- und Gebäudekosten. Gesetzliche Regelungen und entsprechende Anpassungen seitens der Veredlung habe es immer schon gegeben, erläuterte Leuer den rund 600 Teilnehmern der DLG-Unternehmertage. Neu sei insbesondere das große gesellschaftliche Interesse an der Tierhaltung. Das Thema "Tierwohl" spiele in den Diskussionen eine entscheidende Rolle.
 
"Unternehmerisches Geschick fängt nach wie vor in der Produktionstechnik an", versicherte Leuer. Die "einfache" Betriebsentwicklung werde in den Veredlungsregionen zunehmend schwieriger. Auch Betriebsübernahmen oder Kooperationen seien durchaus Chancen für eine betriebliche Weiterentwicklung.

Tierleasing: Biofleisch aus der Lohnmast

Auch interessant