Login
Aus der Wirtschaft

Ausgewogene Verhältnisse am EU-Schweinemarkt

von , am
06.07.2011

Brüssel/Wien/Berlin - Am europäischen Schweinemarkt herrschen derzeit ausgewogene und stabile Verhältnisse.

© Mühlhausen/landpixel
Während der Schlachtschweineabsatz vereinzelt als flotter beschrieben wird, sind ähnliche Signale am Fleischmarkt selten bis gar nicht zu vernehmen. Das unter den Erwartungen liegende Frischfleischgeschäft wird einerseits dem (witterungsbedingt) flauen Grillfleischabsatz und andererseits einem verringerten Schweinefleischkonsum zugeschrieben.
 
Ein in Deutschland beginnendes Liebäugeln mit einer Aufwärtstendenz wurde von den Schlachtbetrieben heftig abgewehrt, wodurch die Not ierung letztendlich unverändert blieb.

Notierung bleibt unverändert

Aus Sicht der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) verläuft die Preisentwicklung unbefriedigend. Dass die Notierung die vierte Woche in Folge unverändert bleibt, wurde von den Mästern sehr enttäuscht zur Kenntnis genommen. "Ob der Rückenwind für eine Aufwärtsbewegung bei der nächsten Notierung reicht, müssen die nächsten Tage zeigen", stellt die ISN zu den Marktaussichten fest.

EU-Schweinefleischexport boomt

Nach Angaben der EU-Kommission konnte die Union ihre Schweinefleischexporte von Januar bis April 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,5 Prozent auf 974.300 Tonnen steigern. Nahezu 28 Prozent des europäischen Schweinefleisches oder 271.200 Tonnen (+8 Prozent) landen auf dem russischen Markt. Es folgen Hongkong mit 163.000 Tonnen (+25 Prozent) und Südkorea mit 83.200 Tonnen (+141 Prozent).

Import: Klarer Abwärtstrend

Immer interessanter wird der chinesische Markt für Schweinefleischprodukte aus der EU. Im ersten Jahresdrittel konnten 74.000 Tonnen dort abgesetzt werden. Das sind 32 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf der Importseite gibt es einen klaren Abwärtstrend: Gegenüber 2010 wurde von Januar bis April um 33,5 Prozent weniger Schweinefleisch eingeführt. Die wichtigsten Herkunftsländer sind die Schweiz, Chile und Kroatien.
Auch interessant