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Auto-FOM-Klassifizierung bei Westfleisch: Geht alles mit rechten Dingen zu?

von , am
15.12.2011

Bei der Überprüfung der Auto-FOM-Klassifizierung an einem Westfleisch-Standort ist es in den letzten Tagen offenbar zu Unregelmäßigkeiten gekommen.

Die Zahl der geschlachteten Tiere hat in der Handelsklasse E leicht zugenommen. © ebastian Karkus / pixelio.de
Dementsprechende Berichte sind der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten zu Ohren gekommen. Nähere Informationen waren trotz mehrmaliger Nachfrage weder vom zuständigen Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) noch von der Westfleisch zu erhalten, berichtet die ISN. Das LANUV sei jedoch im Gespräch mit der Westfleisch.

Merkwürdige Vorkommnisse und Pannen

"Sollten sich diese Informationen bestätigen, würde sich die Reihe der sehr merkwürdigen Vorkommnisse und Pannen der letzten Wochen und Monate bei der Auto-FOM-Klassifizierung noch weiter fortsetzen", heißt es von Seiten der Interessengemeinschaft. Der vorliegende Fall unterstreiche die Wichtigkeit, bei der Auto-FOM-Klassifizierung schnellstmöglich ein deutlich verbessertes Sicherheits- und Kontrollkonzept zu entwickeln und umzusetzen. Dazu zählen beispielsweise ein regelmäßiger verpflichtender Austausch von Bauteilen, die einer Abnutzung unterliegen, und eine erweiterte regelmäßige Kontrolle des Auto-FOM-Gerätes.
 
Black Box flächendeckend einsetzen
 
Aber auch die flächendeckende Einführung der "Black box" sei dringend erforderlich, damit die Daten aus der Klassifizierung unmittelbar und unbeeinflusst von Dritten in eine Datenbank eingespeist und an die Überwachungsbehörden der Bundesländer übertragen werden. Anschließend können die Daten dann für Abrechnungs- und Auswertungszwecke von Schlachtbetrieben und Schweinehaltern genutzt werden. Außerdem könne jeder Landwirt quasi in Echtzeit selbst die Schlachtergebnisse kontrollieren und so vermeiden, dass es dem Schweinehalter ans Portemonaie geht. Bisher sind Tönnies in Rheda-Wiedenbrück und der Bochumer Fleischhandel die einzigen Schlachtunternehmen, die an dem "Black Box"-Projekt teilnehmen.
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