Login
Mast

Behörden simulieren Ausbruch der Schweinepest

© agrarpress.de
von , am
24.09.2014

Die Afrikanische Schweinepest rückt immer näher an Deutschland heran. Jetzt proben Behörden und Feuerwehrleute im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte den Ausbruch der Seuche.

Wildschwein im Visier: Die Bejagung muss erhöht werden, um die steigenden Populationen zu bremsen. © vchphoto/Fotolia
Seit gestern simulieren Feuerwehr und Veterinärbehörden den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im mecklenburgischen Kublank, berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Dazu bauten die Einsatzkräfte an einem Schweinezuchtbetrieb in 30 Minuten eine mobile Seuchenschutzanlage auf. Zudem wurde ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet um die fiktive Ausbruchstelle angelegt und das Zusammenspiel mit anderen Behörden durchgespielt, wie eine Amtstierärztin erklärte.
 
Über das Tierseuchennachrichtensystem (TSN) wurde das zuständige Landesministerium informiert. Im Ernstfall können damit innerhalb kurzer Zeit Daten über Betriebe und Infektionen in den betroffenen Regionen erhoben und weitergemeldet werden. Auch Schlachtbetriebe, Molkereien oder Besamungsstationen würden erfasst werden, heißt es.

Seuche breitet sich weiter aus

Die Seuche breitet sich immer weiter nach Westen aus. Nach Angaben des Schweriner Agrarministeriums hat sich die Afrikanische Schweinepest schon bis Ostpolen und in das gesamte Baltikum ausgebreitet. In einem litauischen Betrieb mussten vor kurzem 20.000 Schweine getötet werden. Das Agrarministerium in Schwerin hat Jäger bereits aufgefordert, mehr Wildschweine zu schießen.
 
Laut Erhebungen der EU-Kommission gab es seit dem Beginn dieses Jahres 39 Krankheitsausbrüche bei Hausschweinen und 87 festgestellte Fälle bei Wildschweinen. Zuletzt wurden in Estland ASP-Erreger in zwei Wildschweinen entdeckt, allerdings in bereits bestehenden Schutzzonen.
Auch interessant