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Berufsverbot gegen Straathof: Ist das erst der Anfang?

von , am
15.12.2014

Die Behörden scheinen alamiert. Nachdem dem niederländischen Schweinehalter Adrianus Straathof quasi ein Berufsverbot ausgesprochen wurde, griffen die Behörden in weiteren Betrieben durch.

Nach dem ausgesprochenen Tierhaltungs- und Betreuungsverbot gegen den niederländischen Schweineproduzenten Adrianus Straathof, scheinen die Behörden alamiert und reagieren auf Verstöße gegen den Tierschutz. Wie der MDR Sachsen-Anhalt auf seiner Internetseite schreibt, gehe die Kreisverwaltung des Saalekreises gegen den Betreiber einer Sauenzuchtanlage in Großkayna vor. Wie die zuständige Dezernentin Gabriele Kleine gegenüber dem MDR sagte, seien bereits 134 Tiere aus der Anlage der SAZA GmbH abgeholt und in einen Schlachthof gebracht. Damit sollten freie Kapazitäten in dem Betrieb mit 60.000 Tieren geschaffen werden.
 

Bußgeldbescheide von über 100.000 Euro gegen SAZA GmbH

Die Behörden werfen laut MDR dem Unternehmen seit Jahren erhebliche Verstöße gegen die gesetzlichen Haltungsbestimmungen vor. So sollen die Halteboxen der Schweine viel zu klein sein. Außerdem wurden die schlechten Lichtverhältnisse und der überforderte Gülletransport beanstandet. Kreisdezernentin Kleine sagte dazu: "Wir haben seit 2012 immer wieder Kontrollen durchgeführt, Verfügungen erlassen und wegen der nicht tolerierbaren Missstände auch Bußgeldverfahren eingeleitet." Auf über 100.000 Euro sollen sich die Bußgeldbescheide des Saalekreises gegen die SAZA GmbH bereits summieren. Bezahlt sei bisher noch kein Cent. Widersprüche und Klagen würden laut MDR laufen.

Straathof-Betriebe werden stärker kontrolliert

Wie die Märkische Allgemeine auf ihrer Internetseite schreibt, würden jetzt auch Straathofs Firmenstandorte im Landkreis Spree-Neiße intensiver kontrolliert werden. Die jüngsten Untersuchungen im November hätten laut Märkische Allgemeine keine Auffälligkeiten gezeigt, so dass derzeit kein Verbot wie in Sachsen-Anhalt angedacht sei. Der Schweinezüchter Adrianus Straathof betreibt in Drebkau eine Schweinemastanlage. Nach Angaben des Landkreises sind dort 20.000 Schweine untergebracht.

Landwirtschaftlichen Betrieb im Südkreis wurde die Tierhaltung verboten

Wie auf der Internetseite mittelhessen.de zu lesen ist, haben die Veterinärbehörde des Landkreises am vergangenen Donnerstag einem landwirtschaftlichen Betrieb im Südkreis die weitere Tierhaltung verboten. Rund 50 Rinder seien in Sicherheit gebracht und die Nutztierhaltung im Betrieb aufgelöst. Vorausgegangen waren wiederholte Verstöße gegen den Tierschutz und ein Gerichtsverfahren. Das Verwaltungsgericht Gießen habe dabei das ausgesprochene Verbot der Tierhaltung und das Einschreiten der Veterinärbehörde bestätigt. Trotz mehrmaliger Mahnung seien die Tiere untern anderem nicht korrekt gefüttert und nicht ausreichend tierärztlich versorgt.  Die Tiere seien derzeit anderweitig untergebracht. Nach einer Begutachtung werde entschieden, ob sie verkauft oder geschlachtet werden sollen, teilte der Kreis mit. Zwei Rinder seien am Donnerstag in so schlechtem Zustand, dass sie noch vor Ort eingeschläfert werden mussten.
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