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Sauenhaltung

BMEL: Eckpunkte zur Neugestaltung der Kastenstandhaltung

Kastenstandhaltung Schweine
Jana Semenow, dlz agrarmagazin
am
17.08.2017

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft legt Vorschläge zur künftigen Neugestaltung der Kastenstände in der Sauenhaltung vor, damit Landwirte Rechts- und Planungssicherheit erhalten.

Aus Sicht des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) könnten folgende Eckpunkte im Hinblick auf die zukünftige Haltung im Kastenstand im Deckzentrum realisiert werden:

  • Betriebe, die nach zehn Jahren ein verbindliches Umstellungskonzept vorgelegt und, falls erforderlich, einen Bauantrag gestellt haben, erhalten eine Übergangsfrist von 15 Jahren.
  • Zur Vermeidung unbilliger Härten kann die zuständige Behörde eine Verlängerung von bis zu zwei Jahren genehmigen.

Diese Frist korrespondiert laut BMEL, mit entsprechenden Fristen in Dänemark. Danach betrage die maximal zulässige Fixationsdauer der Tiere acht Tage, statt der bislang üblichen bis zu 35 Tagen.

Umsetzungsstrategien für Kastenstände

Die Kastenstände müssen während dieser Übergangszeit so beschaffen sein, dass sich die Tiere nicht verletzen können und jedes Schwein ungehindert aufstehen, sich hinlegen sowie den Kopf ausstrecken kann. Den Landwirten soll laut BMEL ermöglicht werden, ohne Zwischeninvestitionen die Umstellung auf die deutliche Verkürzung der Fixationsdauer und die neuen Anforderungen an die Kastenstände vorzunehmen.

Hintergrund

Basierend auf dem Beschluss der für Landwirtschaft zuständigen Staatssekretäre wurde in den letzten Monaten in einer gemeinsamen Bund-Länder-Arbeitsgruppe an einem neuen Konzept zur zukünftigen Sauenhaltung im Deckzentrum gearbeitet, erklärt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).


Es bestand große Einigkeit darin, die Dauer der Fixierung von Sauen im Deckzentrum deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus sollen sich die zukünftigen Kastenstandweiten an den Größen der Tiere orientieren. Die aufgestellten Neuerungen sollen in der Praxis nach einer angemessenen Zeitspanne umgesetzt werden. Diese sollen die Belange des Tierschutzes berücksichtigen und gleichzeitig einen Strukturbruch in der Ferkelerzeugung vermeiden.

Mit Material von BMEL
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