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Aus der Wirtschaft

Brasilien: Schweinefleischausfuhr gesunken

von , am
02.02.2012

Sao Paulo - Brasilien hat im vergangenen Jahr weniger Schweinefleisch ins Ausland verkaufen können; die Exporte sanken auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren.

© Massonforstock/fotolia
Wie aus Statistiken des brasilianischen Schweine- und Exportverbandes (ABIPECS) hervorgeht, belief sich die Ausfuhrmenge 2011 auf 516.400 Tonnen Schlachtgewicht (SG); das waren 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr und 15  Prozent weniger als 2009. Maßgeblich verantwortlich für den Rückgang waren Absatzschwierigkeiten auf dem russischen Markt. Nach Überprüfung hatte Russland eine Vielzahl brasilianischer Fleischbetriebe die Liefererlaubnis entzogen und ab Mitte Juni 2011 generell die Einfuhr von Fleisch aus den Bundesstaaten Mato Grosso, Parana und Rio Grande do Sul verboten. Deshalb exportierte Brasilien im vergangenen Jahr mit 126.500 Tonnen nur etwa halb soviel Schweinefleisch nach Russland wie in den Vorjahren. Die Russische Föderation büßte auch ihre Stellung als wichtigster Exportmarkt ein und wurde von Hongkong überflügelt.
 
Rund 130.000 Tonnen Schweinefleisch lieferten brasilianische Exporteure 2011 in die chinesische Sonderwirtschaftszone; das entsprach gegenüber 2010 einem Zuwachs von 30 Prozent. Deutlich gesteigert wurden auch die Ausfuhraktivitäten in Richtung Ukraine, wohin 61.700 Tonnen Schweinefleisch verkauft wurden, 54 Prozent mehr als im Vorjahr. Wachsende Absatzmöglichkeiten ergaben sich für die brasilianische Schweinefleischwirtschaft zudem im Nachbarstaat Argentinien sowie in Angola. Obwohl die gesamte Ausfuhrmenge schrumpfte, konnten die Exporteure am Zuckerhut insgesamt um sieben Prozent höhere Erlöse einstreichen. Durch den Verkauf von Schweinefleisch an ausländische Kunden wurden 2011 rund 1,43 Milliarden Dollar (1,10 Milliarden Euro) erlöst; im Vorjahr hatte sich diese Summe auf 1,34 Milliarden Dollar  (1,03 Milliarden Euro) belaufen. 
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