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Brasilien: Schweineproduktion steigt, Export sinkt

von , am
07.04.2011

Brasilia - Die Schweineproduktion in Brasilien hat ihren seit Jahren anhaltenden Wachstustrend auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Die Ausfuhren sanken hingegen um rund elf Prozent.

Rumänien wird den Tier- und Fleischtransport aus der Ukraine verstärkt kontrollieren. © Rainer Denkinger/fotolia.de
Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Prozent zu und die Schlachtmenge stieg sogar um 2,3 Prozent an. In diesen Angaben sind auch die sogenannten "Hinterhofschlachtungen", beziehungsweise die nicht registrierten Hausschlach­tungen enthalten, die etwa zwölf Prozent der Gesamtschlachtungen pro Jahr entsprechen.
 
Nur der Export lief im letzten Jahr nicht rund. Im Vergleich zu 2009 sanken 2010 die Ausfuhren von brasilianischen Schweinefleisch um etwa elf Prozent auf 540.000 Tonnen. In den beiden ersten Monaten 2011 starteten die Exporte ähnlich schwach wie 2010.

2011: Moderates Produktionswachstum erwartet

Für das Jahr 2011 erwarten Marktexperten ein moderates Wachstum der brasilianischen Produktion. Aber auch die inländische Nachfrage dürfte ähnlich wie im Vorjahr kräftige Zuwachsraten verzeichnen, da der wirtschaftliche Aufschwung in Südamerika die Kaufkraft und damit die inländische Fleischnachfrage ankurbelt. Brasilianische Branchenvertreter sind optimistisch, neue Export­märkte zu erschließen. So laufen schon seit Jahren Handelsgespräche für einen Marktzugang in China und man hofft auf einen baldigen Erfolg für Handelserleichterungen.
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