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Schweinemarkt

Brexit bremst Schweinepreis

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Katharina Krenn, agrarheute
am
19.07.2016

Ein knappes Angebot und eine hohe Nachfrage aus China halten die Schweinepreise derzeit stabil. Negativ wirkt sich jedoch der Brexit auf den Exportmarkt aus.

Das Erzeugerpreisniveau für Schlachtschweine in der EU soll sich der Rabobank zufolge in den kommenden drei Monaten auf dem Niveau von etwa 1,57 Euro/kg Schlachtgewicht stabilisieren und im vierten Quartal weiter anziehen.

  • Als Begründung wird unter anderem ein voraussichtlich anhaltender Rückgang des Schlachtschweine-Angebotes angeführt.
  • Außerdem wird mit einem weiterhin lebhaften Schweinefleischexport aus der Gemeinschaft gerechnet, nachdem die Ausfuhren nach China bereits seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres angezogen haben.

Begrenzender Faktor: Brexit

Als möglicherweise begrenzenden Faktor für höhere Schweinepreise sehen die Analysten allerdings die Abwertung des britischen Pfunds gegenüber dem Euro als Folge des Brexit-Votums. Dadurch hätten sich die britischen Importe von Schweinefleisch aus dem Euroraum deutlich verteuert.

Im vergangenen Jahr belief sich das gesamte britische Importvolumen laut Rabobank auf 968.000 t Schweinefleisch.

China zahlt 15 Euro mehr pro Schwein

Indes hängen die Marktperspektiven der EU-Schlachtunternehmen nach Einschätzung der niederländischen Fachleute vor allem davon ab, ob sie über eine Liefererlaubnis nach China verfügen. Den dort erzielbaren Mehrerlös im Vergleich zur EU beziffern die Experten auf 15 Euro pro Schwein.

In Bildern: Schweine richtig mästen

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