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Behördenkontrollen

Brucker Schlachthof erzielt Kompromiss vor Gericht

Schweinehälften
am
02.08.2019

Der Schlachthof Hasenheide in Fürstenfeldbruck hat sich vor dem Münchner Verwaltungsgericht erfolgreich gegen einen Bescheid des Landratsamtes gewehrt.

Nach einem Bericht des Münchner Merkurs hat sich der Schlachthof Hasenheide in Fürstenfeldbruck erfolgreich gegen einen Bescheid des Landratsamtes gewehrt. Dieser hatte den Schlachtern ein Ordnungsgeld von 100 Euro pro nicht tiergerechter Schlachtung angedroht. Dagegen hatte der Schlachthof geklagt.

Vorwurf: Schweine nicht ausreichend betäubt

Grund für den Schlachthof-Streit vor Gericht war eine behördliche Kontrolle im Frühjahr 2018, bei der angeblich sechs Schweine nicht ausreichend betäubt worden waren, bevor die zum Aderlass und anschließend zum Brühautomaten gebracht wurden. Sechs Tiere sollen noch zwischen sechs und acht Atemzüge gemacht haben, hätten die Kontrolleure berichtet.

Das Landratsamt erließ daraufhin den Bescheid, nachdem solche Verstöße mit jeweils 100 Euro bestraft würden.

Kompromiss: Im Zweifel sind die Tiere nachzubetäuben

Nach dem Widerspruch des Schlachthofs gegen den Bescheid kam es jetzt zur Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht München. Da die Schlachter glaubwürdig darlegen konnten, dass sie alles tun, um den Tieren unnötige Leiden zu ersparen, ließ sich das Landratsamt auf einen Vergleich ein.

Demnach verpflichtet sich der Schlachthof, eine Nachbetäubung oder Tötung von Schweinen vorzunehmen, sobald die Tiere nach der ersten Betäubung noch vier Atemzüge machen.

Mit Material von Münchner Merkur
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