Login
Aus der Wirtschaft

BW: 25 Prozent weniger Schweinehalter in drei Jahren

© landpixel
von , am
24.04.2014

Stuttgart - Die niedrigen Preise für Schweinefleisch machen den Landwirten in Baden-Württemberg zu schaffen. Nach Angaben des Bauernverbandes werden die Kosten nicht mehr gedeckt.

© Mühlhausen/landpixel
Jeder vierte Schweinehalter in Baden-Württemberg hat in den vergangenen drei Jahren die Produktion eingestellt. Wie aus einer Pressemitteilung des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg (LBV) hervorgeht, stammt nur noch jedes zweite in BW verzehrte Schwein aus dem eigenen Bunesland. Nur noch jedes zweite im Land verzehrte Schwein stammt von hier. Vor diesem Hintergrund fordert der LBV Handel und Schlachtbranche auf, "Ramschaktionen" zu unterlassen und höhere Preise zu zahlen.
 
Vor Ostern waren die Schweinenotierungen bundesweit erneut um fünf Cent auf 1,58 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht zurückgegangen. Niedrige Preise und hohe Marktvolatilität gefährden die Existenz vieler Veredlungsbetriebe, kritisiert der LBV.

25 Prozent weniger Schweinehalter in drei Jahren

Vereinigungspreis Schlachtschweine © LBV/BWagrar
2013 gab es in Baden-Württemberg laut Statistischem Landesamt rund 6.500 Betriebe mit Schweinehaltung - 25 Prozent weniger als 2010 (8.694). Die Zahl der Zuchtsauenhalter sank im selben Zeitraum sogar um 31 Prozent auf 2.000 Betriebe. Diese Entwicklung alarmiert den Berufsstand. Viele Betriebe sorgen sich um ihren Fortbestand.
 
"Der Lebensmitteleinzelhandel und die Schlachtunternehmen dürfen die aktuelle Marktschwäche keinesfalls dazu nutzen, den Preisdruck zu verschärfen und ihre Handelsspanne auszudehnen. Die Schweinehalter im Land benötigen dringend positive Preissignale", fordert der Landesbauernverband.

Besseres Marketing für Fleisch aus der Region

Handel und Schlachtbranche seien aufgefordert, die Marketingaktivitäten für Schweinefleisch aus der Region zu verstärken. "Es geht darum, der Veredlung in Baden-Württemberg nachhaltige Perspektiven zu eröffnen. Dazu ist auch ein investitionsfreundliches Klima notwendig", erklärt der Bauernverband. Bau- und emissionsschutzrechtliche Vorschriften seien ebenso wie die Investitionsförderung praxisnah umzusetzen, um die Weiterentwicklung der Betriebe zu ermöglichen.

Marktreport: Futterkosten im März gestiegen

Auch interessant