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Wettbewerb

CeresAward 2021: Die Finalisten der Kategorie Schweinehalter

Logo des CeresAward 2021
am Dienstag, 06.07.2021 - 11:05 (Jetzt kommentieren)

Diese Landwirte sind für die Shortlist des CeresAward 2021 in der Kategorie Schweinehalter nominiert.

Im Herbst 2021 ist es wieder so weit. Dann steht fest, welcher der 30 Finalistinnen und Finalisten des CeresAward 2021 den begehrten Titel Landwirt des Jahres 2021 gewinnt. 

Derzeit arbeitet die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteurinnen und Redakteuren von agrarheute, auf Hochtouren, besucht die Finalistinnen und Finalisten auf ihren Höfen, fühlt ihnen auf den Zahn und prüft, ob die Bewerbungen halten, was sie versprechen. 

Auch in diesem Jahr wird der CeresAward unterstützt vom Hauptsponsor Deutz-Fahr.

Die Kategorie Schweinehalter wird unterstützt von der Vion Food Group.

Tobias Reichert, Gerolfingen

Tierwohl á la Premium

Für Tobias Reichert aus dem mittelfränkischen Gerolfingen ist Tierwohl Programm. Der 48-jährige Schweinehalter, der 120 Sauen und 1.000 Mastschweine hält, hat gemeinsam mit der bayerischen Großmetzgerei Ponnath ein Tierwohlprogramm entwickelt. Weil der Betrieb umfassende Tierschutzkriterien erfüllt, wurde er nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbunds zertifiziert und mit der höchstmöglichen Premiumstufe ausgezeichnet. Zum Beispiel haben die Langschwanzschweine in der Mast 1,5 m2 Platz und Auslauf ins Freie. Die Ställe werden mit Stroh eingestreut. Zudem bekommen die Tiere nur gentechnikfreies Futter, das zu mindestens 50 Prozent aus der Region stammt. Die Metzgerei garantiert dem Landwirt dafür einen fixen Preis und eine Abnahme auf mindestens fünf Jahren, was Planungssicherheit schafft.

Tim Friedrichs, Hilgermissen

Bestes Stallklima dank Erdwärme

Tim Friedrichs ist Schweinehalter mit Leib und Seele. Der 41-Jährige aus Hilgermissen, etwa 40 km südlich von Bremen, bewirtschaftet einen Betrieb mit Ferkelerzeugung, Schweinemast und Ackerbau. Sie arbeiten im geschlossenen System mit 170 Muttersauen, sowie 800 Ferkelaufzucht- und 1.660 Mastplätzen. Um seinen Schweinen mehr Tierwohl zu bieten, hat der Landwirt sich etwas Besonderes ausgedacht. Er hat den 2015 fertiggestellten Aufzucht- und Maststall mit einem selbst konstruierten Erdwärmetauscher ausgestattet. Der ermöglicht eine bessere und umweltfreundlichere Stallklimatisierung. Der Lohn sind gesunde Tiere und niedrigere Energiekosten. Für dieses Geothermieprojekt wurde Tim Friedrichs 2020 mit dem Innovationspreis Tierwohl der Initiative Tierwohl ausgezeichnet.

Torsten Deye, Haschenbrok

Gourmetfleisch aus dem Offenstall

Torsten Deye bewirtschaftet einen konventionellen Schweinezucht- und Mastbetrieb mit rund 800 Schweinen in der kleinen Bauernschaft Haschenbrok im Landkreis Oldenburg. Vor drei Jahren haben sie ihr Stallsystem komplett umgebaut, um ihren Sauen, Ferkeln und Mastschweinen ein hohes Maß an Tierwohl zu bieten. Letztere zum Beispiel stehen in einem Offenstall, in dem sich die Tiere mit Außenklimareizen, eingestreuten Liegeflächen und einem doppelten Platzangebot wohl fühlen. Vermarktet werden die „Haschenbroker Landschweine“ als Gourmetfleisch. Neben dem Direktverkauf am Hof hat der 49-jährige Landwirt mit dem regionalen Metzgerbetrieb „Bauer & Metzger“ einen Partner gefunden, der ihm den Mehraufwand fürs Tierwohl honoriert.

 

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