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Wettbewerb

CeresAward 2022: Die Finalisten in der Kategorie Schweinehalter

CeresAward Schweinehalter
am Mittwoch, 06.07.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Diese drei Landwirte sind in der Shortlist des CeresAward 2022 in der Kategorie Schweinehalter nominiert.

Diesen Herbst ist es wieder so weit. Dann steht fest, welcher der 30 Finalistinnen und Finalisten des CeresAward den begehrten Titel Landwirt des Jahres 2022 gewinnt. 

Derzeit arbeitet die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteurinnen und Redakteuren von agrarheute, auf Hochtouren, besucht die Finalistinnen und Finalisten auf ihren Höfen, fühlt ihnen auf den Zahn und prüft, ob die Bewerbungen halten, was sie versprechen. Die folgenden Landwirte sind die Finalisten der Kategorie Schweinehalter:

Manfred Aue aus Fürstenzell (Bayern)

Pionier der Futterfermentierung

Manfred Aue bezeichnet sich selbst als Perfektionist. Der 48-jährige Landwirt bewirtschaftet im bayerischen Fürstenzell bei Passau einen konventionellen Betrieb mit 350 Sauen und 1.000 Mastschweinen. Er setzt auf Regionalität und vermarktet die Ferkel mit eigenem Lkw an fünf feste Abnehmer. Zudem produziert er für zwei Metzger spezielle Schlachtschweine mit einem Gewicht von etwa 140 kg. Manfred Aue gehört in Bayern zu den Pionieren der Futterfermentierung. Das versetzt ihn die Lage, nicht so hochwertige Eiweißträger wie Rapsschrot zu fermentieren und teures Sojaschrot im Sauen- und Mastfutter zu ersetzen. Damit kann er seine Tiere auch gentechnikfrei füttern, was für ihn heute ein wichtiges Verkaufsargument ist. Gleichzeitig konnte der Schweinehalter durch die Fermentierung die Futterverwertung und die Tiergesundheit seiner Schweine verbessern.

Wouter Uwland aus Gimritz (Sachsen-Anhalt)

Retter der Leicoma-Schweine

Wouter Uwland ist Schweinezüchter durch und durch. Das Besondere: Der 37-jährige gebürtige Holländer, der im sachsen-anhaltinischen Gimritz bei Halle (Saale) einen Betrieb mit 260 Sauen und 1.400 Mastplätzen bewirtschaftet, hat sich der Zucht und dem Erhalt der Leicoma-Schweine verschrieben. Die in der ehemaligen DDR gezüchtete Schweinerasse ist mittlerweile stark vom Aussterben bedroht und hat mit Wouter Uwland ihren „Retter“ gefunden. Der junge Landwirt schätzt die gute Fleischqualität der Leicomas, die sich durch einen hohen Anteil an intramuskulärem Fett und damit einen besonderen Geschmack auszeichnen. Die Schlachtschweine vermarktet er mit eigenen Fahrzeugen zu 100 Prozent direkt an Fleischereien und im eigenen Hofladen.

Andreas Sprengel aus Bad Gandersheim (Niedersachsen)

Vom Strohstall bis zum Hofcafé

Andreas Sprengel ist ein Allrounder. Der 50-jährige Landwirt aus dem niedersächsischen Bad Gandersheim westlich des Harzes hält nicht nur 410 Sauen und 3.000 Mastschweine im geschlossenen System. Er verarbeitet die schlachtreifen Schweine auch zum Teil in der eigenen Hofschlachterei zu Fleisch- und Wurstwaren für den Hofladen mit angeschlossenem Hofcafé. Der Betrieb mit Ackerbau und Biogasanlage wirtschaftet nach dem Kreislaufprinzip. Zum Beispiel wird die Gülle per Leitungssystem in die Biogasanlage geleitet. Der hier produzierte Strom und die Wärme wird in den Ställen und Wohngebäuden genutzt. Andreas Spengel verfolgt ein strenges Tierwohlkonzept. Die Schweine haben einen intakten Ringelschwanz und stehen in einem Außenklimastall mit ständigem Zugang zu Stroh und anderen Wühl- und Spielmaterialien.

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