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Chemowäscher: So bleibt die Luft im Stall sauber

von , am
08.09.2015

Eine Methode zur Abluftreinigung im Schweinestall ist der Einsatz von Chemowäschern. Bei diesem Verfahren wird das Waschwasser durch die Zugabe von Säure auf einen niedrigeren pH-Werten gesteuert.

© Mühlhausen/landpixel
In den ersten zwei Beiträgen zur Abluftreinigung im Schweinestall konnten Sie sich über zwei unterschiedlichen Methoden zur Lufthygiene informieren: Den Einsatz von Bio- und Rieselbettfiltern.
 
Heute stellen wir Ihnen im dritten Teil unseres Ratgebers die Anwendung von Chemowäschern als weitere Methode vor.

Biologische Reaktionen finden nicht statt

Bei der Chemowäschermethode wird das Waschwasser mit Säure gemischt, um pH-Werte zwischen drei und fünf zu erhalten. Biologische Reaktionen wie der Abbau von Geruchsstoffen oder die Oxidation von Ammoniak zu Nitrit und Nitrat sollen hier nicht stattfinden.
 
Wie im Bericht der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) zur Abluftreinigung zu lesen ist, entspricht der prinzipielle Aufbau eines Chemowäschers dem eines Rieselbettfilters. Der Unterschied: Bei Chemowäschermethode werden keine Alkalien dosiert. Außerdem ist der Abwasseranfall um den Faktor fünf bis zehn geringer.
 

Das sind die Vor- und Nachteile von Chemowäschern

Vorteile:
  • Sehr effiziente Ammoniakabscheidung
  • Möglichkeit der Aufkonzentrierung des Waschwassers
  • Höhere Transportwürdigkeit
Nachteile:
  • Säure- und Waschwasservorräte müssen gelagert werden
  • Schwache Korrosionsfestigkeit
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