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+++ Stand: 17 Feburar 2021 +++

China bekämpft illegale Impfstoffe und neue ASP-Stämme

Übung zur Seuchenbekämpfung beim Schwein in China.
am Mittwoch, 17.02.2021 - 09:51 (Jetzt kommentieren)

In China sind illegale Impfstoffe gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) auf dem Markt erschienen. Dagegen will die Regierung verstärkt vorgehen. Außerdem stehen die illegalen Impfstoffe in Verdacht, für Mutation des ASP-Virus verantwortlich zu sein.

17. Februar 2021: Tierärzte schlagen Alarm wegen neuer ASP-Stämme

Inzwischen schlagen chinesische Tierärzte Alarm wegen der neuen Stämme der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der neue Stamm HuB20 wurde aus Schweinefleisch isoliert, das auf einem Markt in der zentralen Provinz Hubei untersucht wurde. 

Den Wissenschaftlern zu Folge sei dieser Stamm weniger tödlich als derjenige, der bislang im Land gewütet hat. Außerdem gäbe es mindestens zwei weitere neue Stämme, die auf Schweinefarmen nachgewiesen wurden und eine chronische Form der ASP verursachten. Das deckt sich mit den ersten Berichten von Mitte Januar.

Uneinig sind sich die Experten darin, ob es sich um natürliche Mutationen handelt oder diese auf den Einsatz von illegalen Impfstoffen zurückzuführen sind. 

26. Januar 2021: ASP-Mutationen durch illegalen Lebendimpfstoff in China?

Wissenschaftler finden in chinesischen Schweineställen neue Mutationen des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Schuld an diesen neuen Varianten des Virus könnte der Einsatz der illegalen ASP-Lebendimpfstoffe sein.

Der US-Amerikaner Dr. E. Wayne Johnson ist Veterinär und berät Peking hinsichtlich der Schweinegesundheit. Gegenüber Pig Progress bestätigt er, dass es diese Varianten gibt und er sie in chinesischen Schweineställen nachgewiesen habe.

Laut Johnson handle es sich bei der Mutation des ASP-Virus um das illegal eingesetzte Impfvirus. Es fehle ihm an Sicherheit und die Wirksamkeit sei nicht untersucht. Der Impfstoff-Virus würden wichtige Schlüsselgene fehlen. Deshalb verlaufe die neue Form der ASP nicht tödlich, sondern es käme zu milderen Verläufen. Das Problem seien die chronisch erkrankten Tiere, die das Impfvirus ausscheiden und andere Tiere infizieren.   

Von offizieller Seite wurden diese Vorgänge bislang nicht bestätigt.

Mit Material von Pig Progress

China bekämpft illegalen Impfstoff

Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung bekämpft diese illegalen Impfstoffe gegen die Afrikanische Schweinepest schon länger verschärft.

Das Ministerium geht gegen die illegale Produktion, den Verkauf und die Verwendung von so genannten "selbstgemachten", "geschmuggelten" und "Test-" Impfstoffen vor. 

Von den illegalen ASP-Impfstoffen geht ein unvorhersehbares Risiko für die Biosicherheit aus. Denn sie haben keine systematischen Tests und Überprüfungen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit durchlaufen. Im Gegenteil können diese Impfstoffe sogar zu einer Infektion mit ASP bei Schweinen führen und damit die Tierseuche weiterverbreiten.

Es gibt keinen ASP-Impfstoff

Das Ministerium wies nochmals daraufhin, dass es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Tierseuche auf dem Markt gibt. Alle angebotenen Impfstoffe gegen die ASP seien demnach illegal und würden entsorgt.

Den Herstellern und Verkäufern der illegalen Tierimpfstoffe drohen besonders harte Strafen. Ihnen werden Produktions- und Geschäftslizenzen entzogen. Illegale Produktionsstätten würden zerstört, Gewinne beschlagnahmt.

Mit Material von chinadaily

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