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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

+++ Stand: 10. März 2021 +++

China bekämpft illegale Impfstoffe und neue ASP-Stämme

Übung zur Seuchenbekämpfung beim Schwein in China.
am Mittwoch, 10.03.2021 - 13:17 (Jetzt kommentieren)

China warnt erneut vor illegalem Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Nutzung steht unter Strafe. Denn die illegalen Impfstoffe stehen in Verdacht, für Mutation des ASP-Virus verantwortlich zu sein.

10. März 2021: Illegales Impfen gegen ASP ist verboten

Immer wieder kommt es in China zu Meldungen über illegalen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Das scheint ein größeres Problem zu sein, denn das Landwirtschaftsministerium warnt wiederholt vor deren Nutzung und betont, dass die illegale Impfung unter Strafe steht. 

Nach wie vor gibt es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Tierseuche. Die angebotenen Vakzine seien gefälscht und stellten somit ein Sicherheitsrisiko dar in Hinblick auf die Bekämpfung der ASP.

Deshalb sollen nun alle örtlichen Tierhaltungs- und Veterinärabteilungen im Land entschlossen gegen die illegale Herstellung und Anwendung der verbotenen Impfstoffe vorgehen:

  • Betriebe, die Tierarzneien herstellen, müssten intensiver und auch unangekündigt überprüft werden.
  • Mögliche Verstöße müssen umgehend gemeldet werden.
  • Bei den Tests auf ASP müsse auch auf Stämme mit Gendeletion geachtet werden und bei positivem Befund eine Rückverfolgung und Kontrolle auf den Einsatz nicht zugelassener Vakzine stattfinden.

Außerdem betont das Agrarministerium, dass ASP-geimpfte Schweine nicht vermarktet und geschlachtet werden dürften. Als Strafe würden Verantwortliche bei den Impfherstellern ein lebenslanges Berufsverbot erhalten. Zudem setzt das Ministerium eine Belohnung von bis zu 30 000 CNY (3 867 Euro) für Hinweise auf bestätigte illegale Impfstoffproduzenten aus.

Unterdessen meldete China im März bisher offiziell drei ASP-Fälle. Sie fanden in den Provinzen Yunnan und Hubei bei illegalen Ferkeltransporten infizierte Tiere. Außerdem war ein Betrieb mit 127 Schweinen in der Provinz Sichuan betroffen. Alle drei Provinzen zählen zu den Schweinehochburgen.

17. Februar 2021: Tierärzte schlagen Alarm wegen neuer ASP-Stämme

Inzwischen schlagen chinesische Tierärzte Alarm wegen der neuen Stämme der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der neue Stamm HuB20 wurde aus Schweinefleisch isoliert, das auf einem Markt in der zentralen Provinz Hubei untersucht wurde. 

Den Wissenschaftlern zu Folge sei dieser Stamm weniger tödlich als derjenige, der bislang im Land gewütet hat. Außerdem gäbe es mindestens zwei weitere neue Stämme, die auf Schweinefarmen nachgewiesen wurden und eine chronische Form der ASP verursachten. Das deckt sich mit den ersten Berichten von Mitte Januar.

Uneinig sind sich die Experten darin, ob es sich um natürliche Mutationen handelt oder diese auf den Einsatz von illegalen Impfstoffen zurückzuführen sind. 

26. Januar 2021: ASP-Mutationen durch illegalen Lebendimpfstoff in China?

Wissenschaftler finden in chinesischen Schweineställen neue Mutationen des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Schuld an diesen neuen Varianten des Virus könnte der Einsatz der illegalen ASP-Lebendimpfstoffe sein.

Der US-Amerikaner Dr. E. Wayne Johnson ist Veterinär und berät Peking hinsichtlich der Schweinegesundheit. Gegenüber Pig Progress bestätigt er, dass es diese Varianten gibt und er sie in chinesischen Schweineställen nachgewiesen habe.

Laut Johnson handle es sich bei der Mutation des ASP-Virus um das illegal eingesetzte Impfvirus. Es fehle ihm an Sicherheit und die Wirksamkeit sei nicht untersucht. Der Impfstoff-Virus würden wichtige Schlüsselgene fehlen. Deshalb verlaufe die neue Form der ASP nicht tödlich, sondern es käme zu milderen Verläufen. Das Problem seien die chronisch erkrankten Tiere, die das Impfvirus ausscheiden und andere Tiere infizieren.   

Von offizieller Seite wurden diese Vorgänge bislang nicht bestätigt.

Mit Material von Pig Progress

China bekämpft illegalen Impfstoff

Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung bekämpft diese illegalen Impfstoffe gegen die Afrikanische Schweinepest schon länger verschärft.

Das Ministerium geht gegen die illegale Produktion, den Verkauf und die Verwendung von so genannten "selbstgemachten", "geschmuggelten" und "Test-" Impfstoffen vor. 

Von den illegalen ASP-Impfstoffen geht ein unvorhersehbares Risiko für die Biosicherheit aus. Denn sie haben keine systematischen Tests und Überprüfungen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit durchlaufen. Im Gegenteil können diese Impfstoffe sogar zu einer Infektion mit ASP bei Schweinen führen und damit die Tierseuche weiterverbreiten.

Es gibt keinen ASP-Impfstoff

Das Ministerium wies nochmals daraufhin, dass es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Tierseuche auf dem Markt gibt. Alle angebotenen Impfstoffe gegen die ASP seien demnach illegal und würden entsorgt.

Den Herstellern und Verkäufern der illegalen Tierimpfstoffe drohen besonders harte Strafen. Ihnen werden Produktions- und Geschäftslizenzen entzogen. Illegale Produktionsstätten würden zerstört, Gewinne beschlagnahmt.

Mit Material von chinadaily

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