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Schweinemarkt

China: Deutsche Schlachter verlieren Zulassung für Export

Tönnies
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
10.02.2017

Zwei deutsche Schlachtunternehmen, darunter auch Tönnies, dürfen vorübergehend kein Schweinefleisch nach China liefern.

Man munkelte es schon seit Tagen am Schlachtschweinemarkt. Jetzt kam die Bestätigung. Für die Schlacht- und Zerlegebetriebe der Tönnies Unternehmensgruppe, Deutschlands größter Schweineschlachter, wurde aktuell eine Exportbeschränkung in die Volksrepublik China erlassen. Vorübergehend ist daher keine Lieferung aus den Standorten Rheda-Wiedenbrück und Weißenfels in das asiatische Land möglich.

Zu den Gründen für die Exportsperre liegen zurzeit keine Informationen vor. „Wir sind im engen Gespräch mit den chinesischen Behörden und sind daher auch zuversichtlich, dass die Sperre schnellstmöglich aufgehoben wird“, sagt Pressesprecher Dr. André Vielstädte auf dlz-Anfrage.

Druck auf Schweinepreise?

Mit der Exportsperre für die beiden Tönnies-Standorte ist Tönnies-Deutschland für den China-Export erst einmal auf Eis gelegt. Denn der Standort Sögel hatte ohnehin keine Zulassung. Allerdings sind nach dlz-Informationen die dänischen Tönnies-Standorte nicht von der Exportsperre betroffen.

Neben Tönnies soll noch ein weiteres Schlachtunternehmen aus dem Oldenburger Raum zumindest vorübergehend die Zulassung zum Export von Schweinefleisch nach China verloren haben, heißt es am Schweinemarkt.

Offen ist derzeit noch, wie viel Schweinefleisch diese Unternehmen zuletzt nach China exportiert haben und ob durch die Exportsperre der Schweinepreis unter Druck geraten wird.

 

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