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Fleisch

China: Landwirt züchtet Riesenschweine

Ein Kind füttert ein Schwein in China
am Mittwoch, 09.10.2019 - 10:28 (Jetzt kommentieren)

Seit dem Ausbruch der ASP wird in China Schweinefleisch immer knapper. Im Süden des Landes reagiert ein Landwirt nun mit einer ungewöhnlichen Maßnahme – er züchtet Riesenschweine.

Chinas Schweineherde hat sich halbiert. Die Preise für Schweine und für Schweinefleisch steigen deshalb auf immer neue Rekordwerte. Agrarheute berichtete. Die chinesische Regierung forderte die Landwirte auf, die Fleischproduktion zu steigern, um die Inflation zu mildern.

In Südchina an der Grenze zu Vietnam reagiert ein Landwirt nun mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. In Nanning, der Hauptstadt der Provinz Guangxi, züchtet Bauer Pang Cong Riesenschweine, berichtet das amerikanische Nachrichtenportal Bloomberg.

Riesenschweine mit 500 kg

Die Schweine von Pang Cong werden bis zu 500 kg schwer – so schwer wie ein ausgewachsener Eisbär. Beim Schlachten kann der Landwirt einige der Tiere für mehr als 10. 000 Yuan verkaufen. Das ist mehr als dreimal so viel wie das monatliche Durchschnittseinkommen in der Provinz.

Auch landesweit setzen immer mehr Bauern in China auf größere Schweine. In der nordöstlichen Provinz Julin liegt das Durchschnittsgewicht der Schweine bereits bei 175 bis 200 kg. Das sind 50 kg über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. 

Landesweiter Trend zu größeren Schweinen

Der Trend beschränkt sich aber nicht nur auf kleine Betriebe. Auch Großbetriebe versuchen, das Durchschnittsgewicht ihrer Schweine zu erhöhen. Das durchschnittliche Gewicht der Schweine beim Schlachten in einigen Großbetrieben ist auf bis zu 140 kg gestiegen.

Das sind 30 kg mehr als noch vor dem ASP-Ausbruch. Um rund ein Drittel könnten die Hersteller ihre Gewinne dadurch erhöhen. Auch andere Länder sind inzwischen von der ASP betroffen: darunter die Mongolei, Vietnam, Südkorea, Kambodscha und die Philippinen.

Mit Material von Bloomberg

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