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Dänemark: 50 kg illegale Antibiotika auf Schweinebetrieb gefunden

von , am
16.06.2014

Kopenhagen - Illegaler Antibiotiakeinsatz: Auf einem Schweinebetrieb wurden bei einer routinemäßigen Kontrolle Tetracycline gefunden. Deren Einsatz ist in Dänemark in der Tierhaltung verboten.

Bislang ist eine Notimpfung beim Ausbruch der Schweinepest ökonomisch nicht sinnvoller als eine Keulung. © Mühlhausen/landpixel
Bei routinemäßigen Kontrollen hat das dänische Amt für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung (DVFA) Anfang Juni auf einem Betrieb mit Schweinehaltung in der Nähe von Viborg eine größere Menge illegaler Medikamente gefunden. Wie die zum Kopenhagener Agrarministerium gehörende Behörde nach Berichten von Agra Europe vergangene Woche mitteilte, handelte es sich dabei um Tetracyclin, ein Antibiotikum, das in dem skandinavischen Land nicht für den Einsatz in der Tierhaltung zugelassen ist.

50 Kilogramm beschlagnahmt

Die aus China stammende Charge im Umfang von 50 Kilogramm (kg) wurde nach Angaben des DVFA beschlagnahmt und zur labortechnischen Überprüfung eingeschickt. Der Fall werde nun polizeilich untersucht; zudem sei der Betrieb bis auf weiteres gesperrt. Über eine Freigabe wolle das Amt erst dann entscheiden, wenn das Fleisch der Tiere vollkommen frei von Tetracyclin ist.
 
Auf die Spur hatten die Kontrolleure Proben an Schlachttieren gebracht, die Spuren des Wirkstoffs aufgewiesen hatten. Allerdings sollen die geltenden Grenzwerte für Antibiotika dabei nicht erreicht worden sein.
 
Der dänische Landwirtschaftsminister Dan Jørgensen verurteilte das Verhalten der an dem Medikamentenmissverbrauch Beteiligten scharf. Illegal verschaffte und nicht zugelassene Arzneimittel stellten ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar. Gerade der ungeregelte Einsatz von Antibiotika könne zu Resistenzen und damit unwirksamen Mitteln gegen bakterielle Infektionskrankheiten führen.
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