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Dänemark: 77 Prozent MRSA-positive Schlachtschweine

von , am
23.09.2013

Kopenhagen - Die Anzahl der in dänischen Schachthöfen positiv auf MRSA getesteten Schweine ist innerhalb eines Jahres von 44 auf 77 Prozent angestiegen.

© Mühlhausen/landpixel
Der Anteil der mit den methicillin-resistenten Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) infizierten Schweine hat in Dänemark deutlich zugenommen. Wie das Nationale Lebensmittelinstitut der Technischen Universität Dänemark (DTU) vergangene Woche berichtete, ergaben die amtlichen Probennahmen in dänischen Schlachthöfen im Jahr 2012, dass von 709 Schlachtschweinen 77 Prozent der Tiere MRSA-positiv waren. Ein Jahr zuvor hatte die Untersuchung noch einen Anteil von 44 Prozent an positiv getesteten Tieren ergeben. Zu Beginn des Jahres ging das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium noch von 88 Prozent MRSA-positiver Tiere aus.

Verstärkte Anstrengungen gegen weitere Ausbreitung erforderlich

Die Fachleute vom DTU sind noch unsicher, was die Ursachen für den rapiden Anstieg angeht. Aber sie vermuten, dass die höhere Anzahl von Tieren mit MRSA-Erregern nicht allein durch eine Zunahme infizierter Herden, sondern auch durch vermehrte Spätinfektionen während des Transports zum Schlachthof zustande gekommen sein könnte.
 
Mit Blick auf die insgesamt zunehmende Gefahr für die Verbrauchergesundheit riefen die DTU-Wissenschaftler zu verstärkten Anstrengungen gegen die Ausbreitung der antibiotikaresistenten Erreger in der dänischen Tierhaltung auf. Zum Schutz von Patienten und Krankenhauspersonal wurden laut DTU bereits im Herbst 2012 die Richtlinien für den dänischen Gesundheitsdienst überarbeitet. Diese sehen seitdem vor, dass neue Patienten gefragt werden müssen, ob sie in Kontakt mit Schweinen gekommen sind.

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