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Zucht

Dänemark: Sauenhaltung bricht ein

von , am
20.06.2013

Im Nachbarland Dänemark bricht die Sauenhaltung weiter ein. Im Jahr 2012 gab es nur noch 4.200 Schweinehalter. Die Zahl der spezialisierten Sauenhalter sank um 19 Prozent auf 450 Betriebe.

Die Regierung nimmt nun Geld in die Hand, um den Sauen haltenden Betrieben die Umstellung auf Abferkelbuchten zu erleichtern. © HB1111/Aboutpixel
Nachdem die Zahl der Schweine haltenden Betriebe in Dänemark 2011 erstmals unter die Grenze von 5.000 gerutscht ist, verschärfte sich diese Entwicklung zuletzt noch einmal. Nach Angaben des dänischen Statistikamtes produzierten in unserem Nachbarland 2012 nur noch knapp 4.200 Schweinehalter Ferkel bzw. Mastschweine. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem erneuten Rückgang um zehn Prozent, während die Zahl der Betriebe bereits von 2010 auf 2011 um gut acht Prozent fiel.

19 Prozent weniger Sauenhalter

Im vergangenen Jahr hielten dabei noch rund 1.600 Betriebe sowohl Sauen als auch Mastschweine. Das sind elf Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich ging die Zahl der spezialisierten Sauenhalter nach einem Anstieg 2011 zurück. Insgesamt wurden nur noch rund 450 entsprechende Betriebe gezählt, was einem Minus von 19 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Betriebe, die sich auf die Haltung von Schlachtschweinen spezialisiert haben, sank spürbar. 2012 wurden davon nur noch 1.800 gezählt, was einem Minus von 13  gegenüber dem Vorjahr entspricht, teilt die AMI mit.

Nachwuchs gesucht

Der dänische Wirtschaftsverband Landbrug & Fodevarer hat im Mai eine Imagekampagne gestartet und wirbt damit um Nachwuchs für die dänische Schweineproduktion. "Wir sehen, es dauert nicht mehr lange und uns fehlt der Nachwuchs. Das heißt, wir müssen jetzt reagieren", schlussfolgert Lindhard B. Nielsen.
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