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Tierwohl

Dänischer Agrarminister unzufrieden mit dänischer Schweinehaltung

Dänische Flagge
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Maren Diersing-Espenhorst, agrarheute
am
03.01.2018

Dänemarks Landwirtschaftsminister ist unzufrieden mit dem Tierschutz in der dänischen Schweinehaltung und will daher die Kontrollen ausbauen.

Bei einem Drittel aller Stallbesuche in dänischen Schweinehaltungsbetrieben wurden im Jahr 2016 Sanktionen wegen Verstößen gegen die geltenden Tierschutzbestimmungen verhängt. Das geht aus den Ergebnissen des Tierschutz-Checks der nationalen dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde hervor, berichtet Agra Europe. Bemängelt worden sei dabei nach Angaben des Kopenhagener Landwirtschaftsministeriums überwiegend ein ungenügender Zugang der Tiere zu Beschäftigungsmaterialien und Fehler beim Umgang mit erkrankten Tieren.

Tierwohl stärker in den Fokus

Der dänische Minister Esben Lunde Larsen stellte fest, dass die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben seien. Ungeachtet dessen komme es nach seiner Überzeugung zu oft zu Verstößen gegen das Tierwohl. Hier könnten und müssten die dänischen Tierhalter noch besser werden. Dazu werde man 2018 im Rahmen der laufenden Audits den Fokus verstärkt auf den Tierschutz bei Schweinen legen.

Zu viele gekürzte Schwänze

Nachholbedarf sieht der Minister auch beim Verzicht auf das Schwänzekupieren. Ihm zufolge ist der Anteil gekürzter Schwänze bei den Schweinen in dänischen Ställen nach wie vor zu hoch. Um die Zahl unversehrter Tiere zu erhöhen, müssten erst alle möglichen Begleitmaßnahmen umgesetzt werden, bevor das Messer angesetzt werde, so Esben Lunde Larsen. Die Tierhalter sollten deshalb in Zukunft vor dem Kupieren schriftlich nachweisen, dass alle alternativen Maßnahmen zur Vermeidung von Schwanzbeißen erfolglos geblieben seien.

Mit Material von ISN.

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