Login
Aus der Wirtschaft

Dänisches Schlachthofpersonal lehnt Fond ab

von , am
01.10.2013

Die Beschäftigten des Schlachtkonzerns Danish Crown lehnten den Vorschlag ihrer Gewerkschaft ab, in einen Fonds zur Förderung der Schweinmast zu investieren, um Arbeitsplätze zu sichern.

© Mühlhausen/landpixel
Die Mitarbeiter haben dem Plan ihrer Gewerkschaftsführung, mittels eigener Investitionen in die heimische Schweineproduktion Arbeitsplätze zu sichern, eine Absage erteilt. Wie das Unternehmen mitteilte, fand sich bei der Abstimmung unter den rund 6.000 Mitarbeitern keine Mehrheit für diesen "visionären Vorschlag". Dieser sah einen aus Mitteln der Belegschaft gespeisten Fonds von 600 Millionen Dänische Kronen (80 Mio. Euro) vor, mit dessen Hilfe Investitionen in die Schweinemast gefördert werden sollten, um dem stetigen Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund der sinkenden Kapazitätsauslastung Einhalt zu gebieten.

Jobs gehen verloren

Gewerkschaftsführer Lars Mose zeigte sich enttäuscht über das Scheitern des Vorhabens: "Wir haben wirklich gehofft, dass unsere Kollegen diese Initiative zur Sicherung unserer Arbeitsplätze unterstützen." Auch die Unternehmensführung von Danish Crown bedauerte das Abstimmungsergebnis. Im Prinzip sei es nicht die Aufgabe der Schlachthofmitarbeiter, sich in der Schweineproduktion zu engagieren, doch gebe es eine starke Relation zwischen den in Dänemark erzeugten Schlachtschweinen und der Zahl von Arbeitsplätzen im Unternehmen, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Erik Bredholt.
 
Nach seiner Einschätzung steigt nun die Wahrscheinlichkeit, weitere Jobs in der dänischen Schlachtbranche zu verlieren. Er kündigte an, dass Danish Crown in den nächsten Monaten entscheiden werde, wie es seine Schlachtkapazitäten am besten mit dem gegenwärtig und zukünftig zur Verfügung stehenden Schlachttierangebot in Einklang bringen werde.
Auch interessant