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Bauerndemo in Berlin

Demo in Berlin: "Wir wollen keine Ferkel aus dem Ausland."

Katharina Bielfeldt aus Schleswig-Holstein hatte sich am Freitag auf der Bauern-Demo in Berlin viel von der Entscheidung des Bundesrats versprochen.

am Montag, 08.06.2020 - 10:59

Landwirtin Katharina Bielfeldt ist von Wittensee im Herzen Schleswig-Holsteins am Freitag extra nach Berlin gekommen, weil sie sich für ihren Familienbetrieb mit Ferkelerzeugung und Schweinemast viel von der Entscheidung des Bundesrats erhofft hatte. Sie fordert verlässliche Zahlen, auf die sie in Zukunft ihre Schweinehaltung weiter aufbauen können.

Gedrückte Preise: "Keine Luft zum Atmen"

Auf ihrem Betrieb setzen Katharina Bielfeldt und ihr Mann Hendrik auf regionale Futtermittel, die zum größten Teil aus eigenem Anbau stammen. Im Schweinestall achten sie auf ein hohes Platzangebot für die Tiere, eine intensive Tierbetreuung. Zudem versuchen sie so weit es geht, auf Antibiotika in der Schweinehaltung zu verzichten, und setzen auf homöopathische Behandlung der Einzeltiere. 

Ihnen liegt die Schweinehaltung am Herzen und sie wünschen sich, dass Lebensmittel bewusster eingekauft werden. Viele Lebensmitteleinzelhandelsketten ließen Landwirten keine Luft zum Atmen, denn die Preise würden stark gedrückt. "Überall wird der Preis gedrückt. Wir als Landwirte stehen in dem ständigen Konflikt zwischen Preisdruck und dem Wohlergehen der Tiere, weil wir das letzte Glied in der Wertschöpfungskette darstellen", meint Katharina Bielfeldt.

Um langfristig eine wirtschaftliche Schweinehaltung mit hohen Tierwohlstandards zu erhalten, ist sie am vergangenen Freitag mit vielen anderen Landwirten auf die Straße gegangen.

Mit Material von ah/ www.schweinehof-bielfeldt.de