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Demonstrationsbetriebe mit Ringelschwänzen gesucht

von , am
16.01.2015

Das Bundesministerium sucht zehn schweinehaltende Betriebe, die auf das Kupieren der Schwänze verzichten und sich an einem Demonstrationsnetzwerk beteiligen. Noch bis Mitte Februar können sich Landwirte bewerben.

BLE sucht bundesweit bis zu zehn teilnehmende Schweinebetriebe für die Umsetzung von mehr Tierschutz. © landpixel
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sucht im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Praxisbetriebe zur Mitwirkung im "Modell - und Demonstrationsvorhaben Tierschutz" (MuD Tierschutz). Es werden Netzwerke gebildet zur Verbesserung der Schweinehaltung durch Risikosenkung des Schwanzbeißens, bei den Schweinen, die keine kupierten Schwänze haben. Bis zu zehn Schweinebetriebe werden deutschlandweit gesucht.
 
Ferkeaufzucht- und Schweinemastbetriebe können sich bis Mitte Februar bewerben.  Jeweils fünf Betriebe der beiden Betriebsbereiche können sich über zwei Jahre als Demonstrationsbetrieb beteiligen.

Betriebe werden fachlich unterstützt

Unterstützt werden die Betriebe durch das Tierschutz-Kompetenzzentrum, das fachliche Beratung und praxisgerechte Anleitung bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen zur Risikosenkung des Schwanzbeißens bietet. Dazu zählen:
    • Vor-Ort-Betreuung
    • Erstellen von Arbeitsplänen
    • Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen auf dem Hof

    Bewerbungsvoraussetzungen im Überblick

      Landwirte können sich bis zum 12. Februar 2015 bewerben. Die Bewerbung erfolgt schriftlich per Post bis spätestens 12. Februar 2015 beim Tierschutz-Kompetenzzentrum (FiBL, Forschungsinstitut für biologischen Landbau, und Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH)). Eine Eigeneinschätzung sowie eine Beschreibung desen, ob und inwieweit der Betrieb die Anforderungen erfüllt, muss beigefügt werden. Zusätzlich ist eine Betriebsbeschreibung einzureichen.
       
      Die auszufüllenden Unterlagen für die Ferkelaufzucht- und Mastbetruiebe können Sie hier herunterladen:

      Ziel: Tierschutz verbessern

      Das Ziel ist die Verbesserung des Tierschutzes über das bisherige Niveau. Durch die Umsetzung von innovativen Maßnahmen und neuen Erkenntnissen im eigenen Betrieb und das Teilen der dabei gewonnenen Erfahrungen mit anderen Landwirte, sollen die Betriebe zur Verbreitung von tierschutzverbessernden Maßnahmen beitragen.
      Durch die Bundesinitiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" initiiert und finanziert (BMEL) die MuD Tierschutz. Die BLE setzt fachlich und administrativ die Tierschutzinitiative um. Dadurch soll ein schneller und effektiver Transfer von neuen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Nutztierhaltung übertragen werden.

      Schweinemast: 10 Tipps für mehr Tierwohl im Stall

      Tipp 1: Großgruppen bieten folgende Vorteile: Der Platz pro Tier ist derselbe wie in Kleingruppen, aber jedes einzelne Schwein hat mehr Raum zur Verfügung, um sich frei zu bewegen. © Hungerkamp
      Tipp 2: Ein automatisches Filterverfahren kann helfen, die Luft im Stall frisch zu halten. Lüftungsklappen sorgen für frische Luft und ein optimales Stallklima. © Hungerkamp
      Tipp 3: Für einen komfortablen Boden sind Kunststoff-Elemente, die eine hygienische Oberfläche besitzen eine Lösung. Sie sollen robust und leicht zu reinigen sein. © Hungerkamp
      Tipp 4: Kleine Mengen an Sonnenblumenkernhülsenkönnen als Einstreu verwendet werden. Die Mastschweine spielen, suhlen und liegen in der Einstreu. © Hungerkamp
      Tipp 5: Je nach Lebendgewicht trinken die Mastschweine täglich 3 bis 10 Liter Wasser. Um die Zufuhr sicher zu gewährleisten, sollen genügend Tränken im Stall verteilt sein. © Hungerkamp
      Tipp 6: Schweine sind neugierige Tiere und beschäftigen sich gerne. Zur Beschäftigung können bewegliche und veränderbare Materialien im Stall aufgehängt werden. © Hungerkamp
      Tipp 7: Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet das Raufutter - am besten Heu. Zirka 90 Prozent davon wird von den Schweinen aufgefressen. © Hungerkamp
      Tipp 8: Eine Schweinedusche im Stall kann zum Abkühlen oder einfach zum Spielen dienen. Die Schweine lassen sich gerne besprühen. © Hungerkamp
      Tipp 9: Ein einfacher Holzstamm kann den Schweinen als Scheuerbalken dienen. Die Schweine nagen sehr gerne am Holz, vor allem,wenn noch Rinde vorhanden ist. © Hungerkamp
      Tipp 10: Eine Bade- und Suhlmöglichkeit im Stall weckt und befriedigt die neugier der Schweine. Die Schweine baden, spielen und suhlen sich sehr gerne in einer Wanne. © Hungerkamp
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