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Ebermast: Impfung überzeugt nicht

von , am
16.04.2013

Ein Impfstoff soll helfen, Ebergeruch vorzubeugen. Dieser konnte im Versuch nicht überzeugen. Die Tiere schnitten bei der AutoFOM-Klassifizierung schlechter ab. Auch ein 100-prozentiger Schutz trat nicht ein.

Schweine reagieren besonders empfindlich auf zu hohe Mykotoxinwerte im Futter. © Mühlhausen/landpixel
Auf der Suche nach Alternativen zur Ferkelkastration scheint der Einsatz der Immunokastration derzeit noch keine Ideallösung zur Vermeidung von Ebergeruch zu sein. Darauf hat Christian Leding, Geschäftsführer des Westfleisch-Schlachthofes in Coesfeld, bei den Westfleisch-Tagen hingewiesen.

Kein 100-prozentiger Schutz, schlechter in der Klassifizierung

Wie das niederländische Agrarmagazin Boerderij laut isn berichtet, stützt Leding seine Aussage auf die Ergebnisse einer Forschungsarbeit mit dem Versuchszentrum Haus Düsse. Für die Studie wurden rund 1.500 mit dem Impfstoff Improvac behandelte Eber geschlachtet. Improvac hemmt die Entwicklung der Geschlechtsreife bei Ebern. Die Improvac-Tiere schnitten bei AutoFOM-Klassifizierung etwas schlechter ab als die unbehandelten Eber. Leding erklärte außerdem, dass der Einsatz von Improvac in der Praxis auch nicht zu 100 Prozent ausschließen könne, dass Ebergeruch in Einzelfällen auftritt.

Landwirt: Unbehandelte Eber wachsen besser

Auch Franz Grösbrink, Schweinehalter aus Gescher, berichtete über seine Erfahrung. Ihn überzeugten unbehandelte Eber durch besseres Wachstum, effizientere Futterverwertung und höhere Indexpunkte. Ihn schrecken die hohen Kosten von vier bis fünf Euro für die Impfung mit Improvac ab. Außerdem bemängelt er den erhöhte Arbeitsaufwand.

Ebermast als sinnvolle Alternative

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