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Schwein

EFSA will Risiko der Verbreitung des Virus nicht ausschließen

von , am
06.04.2010

Parma - Es besteht ein "moderates Risiko" zur Einschleppung des Afrikanischen Schweinefiebers in die EU aus Russland und Staaten jenseits des Kaukasus.

© Andi Taranczuk/Fotolia

Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem neuen Gutachten. In Zentralasien ist seit dem ersten Auftreten 2007 in Georgien ein hoch ansteckender Virus im Umlauf, der Wild- und Hausschweine befällt. Obwohl der Import von lebenden Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen aus den betroffenen Ländern in die EU untersagt ist, sieht EFSA ein Restrisiko durch Schmuggel und Wildschweinwanderungen. Bei Hausschweinen sieht die Behörde eine gewisse Gefahr durch Kontrollmängel und Verstöße gegen Tiertransportverbote.

In Reaktion auf eine Anfrage der Europäischen Kommission empfiehlt EFSA eine gemeinsame Strategie von EU, Russland und betroffenen Drittstaaten, um grenzüberschreitende Kontrollen des Virus zu erleichtern. Darin eingeschlossen sind eine Strategie zur Auflösung von Hinterhofbeständen, Maßnahmen zur Kontaktvermeidung zwischen Wild- und Hausschweinen sowie striktere Kontrollen von EU-Vorschriften zur Vernichtung und Beseitigung von Lebensmittelabfällen im internationalen Reiseverkehr. (AgE)

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