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Eigenes Soja nutzen: Ein Schweinehalter berichtet

Gentechnikfrei und regional: Im sächischen Bauda werden seit einigen Jahren Sojabohnen angebaut und an die eigenen Mastschweine verfüttert.

am Samstag, 01.01.2022 - 05:00

Auf 60 ha wird die Eiweißpflanze mittlerweile in Bauda angebaut. 2013 mit etwa 10 ha begonnen, ist die Anbaufläche Jahr für Jahr gewachsen, sodass Soja heute festes Glied in der Fruchtfolge ist. Insgesamt bewirtschaftet der Betrieb rund 1.100 ha Ackerland.

„Nach zuletzt eher bescheidenen Erträgen haben wir in diesem Jahr eine für unsere Bedingungen sehr gute Sojaernte von 35 bis 38 dt/ha eingefahren“, sagt Bernd Ziemann, Vorstanwdsvorsitzender der Agrargenossenschaft. „Wir bauen Sojabohnen auf unseren besten Flächen mit 40 bis 45 Bodenpunkten an und hatten in diesem Jahr auch zur richtigen Zeit genügend Regen, um den hohen Wasserbedarf der Pflanzen zu decken.“

Für den erfahrenen Landwirt bietet der Sojaanbau auch die Möglichkeit, die Stickstoffbilanz des Betriebs zu entlasten. „Das ist für uns sehr wichtig, da wir in einem Nitratgebiet liegen und allein dadurch 20 Prozent Stickstoffdünger sparen müssen.“ Gleichzeitig sei Soja eine Alternative zum Raps. Bei Letzterem sei durch den Wegfall des Beizens kaum noch ein effektiver Pflanzenschutz möglich.

Den wichtigsten Ansatz für den eigenen Sojaanbau sieht Bernd Ziemann jedoch in der Erzeugung regionaler und gentechnisch unveränderter Eiweißfutter- beziehungsweise Lebensmittel. „Nachdem wir die Sojabohnen in den ersten Jahren verkauft haben, suchten wir natürlich auch nach Wegen, das hochwertige Eiweißfutter bei unseren eigenen Schweinen einzusetzen“, sagt der Landwirt. Die Schweinemast auf 1.940 Plätzen ist seit mehr als 20 Jahren ein wichtiges Standbein des Betriebs.

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