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Tool

Entscheidungshilfe für die chirurgische Ferkelkastration

Kastration eines Ferkels
am Mittwoch, 06.11.2019 - 13:31 (Jetzt kommentieren)

Das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft stellt Ferkelerzeugern ein Excel-Tool als Entscheidungshilfe für die chirurgischen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zur Verfügung.

Ein kostenloses Excel-Tool soll deutschen Ferkelerzeugern als Entscheidungshilfe für die Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration dienen. Es wurde vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft entwickelt und wird nun zum kostenlosen Download angeboten.

Mit wenig Aufwand können konventionell wirtschaftende Schweinehalter die Kosten für die drei Methoden der chirurgischen Ferkelkastration 

  1. unter Inhalationsnarkose mit Isofluran
  2. mit Injektionsnarkose mit Ketamin/Azaperon
  3. und mit lokaler Anästhesie bewerten. 

Hintergrund: Praxiserprobung der Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen der Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz das Projekt PraxiKaPIK/A „Praxiserprobungen der chirurgischen Kastration von Ferkeln unter Betäubung mittels Procain, Isofluran und Ketamin/Azaperon sowie postoperativer Schmerzausschaltung“ gefödert. Dieses Projekt wurde von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Thünen-Institut für Betriebswirtschaft durchgeführt, um die verschiedenen Alternativen hinsichtlich ihrer arbeitswirtschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen für konventionelle Betriebe zu beurteilen.

Auf der Grundlage der betriebswirtschaftlichen Bewertung der einzelnen Verfahren ist für die Ferkelerzeuger ein Tool als Entscheidungshilfe erstellt worden. Als Software dient das weit verbreitete Microsoft Excel, die Bedienung ist mit Hilfe einer Visual-Basic-Programmierung vereinfacht.

Auswertung von produktionstechnischen und betriebswirtschaftlichen Daten

Bei der Dateneingabe werden produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Daten sowie der Betriebsstandort abgefragt. Nach der Eingabe individueller Betriebsdaten wird dem Landwirt eine Kalkulation der Mehrkosten für die im Versuch durchgeführten Kastrationsverfahren aufgelistet und die zusätzliche Arbeitszeitbelastung berechnet. Die Ergebnisse werden auf einem einseitigen Report dargestellt und können ausgedruckt werden. Die Kalkulationen können beliebig wiederholt werden.

Die Ergebnisse basieren auf den Werten der Versuchsergebnisse aus diesem Projekt. Der eingegebene Betrieb wird nach den Kategorien Betriebs- und der Beleggruppengröße den Werten in der Ergebnisdatenbank zugeordnet und durch die betriebsindividuellen Annahmen zum Lohnansatz und dem aktuellen Ferkelpreis ergänzt. Die Ergebnisse sollen dem Anwender einen Überblick und eine Größenordnung vermitteln, wie sich die Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration in seinem Betrieb auswirken können.

Eine vollständige Gewinn- und Verlustrechnung kann an dieser Stelle nicht erstellt werden. Ebenso werden keine betriebsspezifischen Gegebenheiten, die für den Ablauf einer Narkoseanwendung relevant sein können, berücksichtigt.

Mit Material von www.thuenen.de

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